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Oma & Opa sind auch Familie!
von Patchworkvater 21.04.2010 | 11:06
Wenn es um fFamilienfreundlichkeit geht, dann wird in der Regel über KITA, Spielplätze und Bildungssituation gesprochen. Aber das ist mir viel zu eng: was ist mit Angeboten für Jugendliche? Wie wird man eigentlich "alt" in Berlin und fühlt sich dabei wohl? Wie kann das Thema Pflegesitaution und wohnortnahe Versorgung angesprochen werden? "Familienfreundlich" geht also im Lebensverlauf viel weiter und sollte deshalb auch auf die verschiedenen Lebenslagen hin diskutiert werden.




Kommentar
Begriff Familie
von Moderation   |   21.04.2010 | 11:10
Hallo Patchworkvater,

das ist ein wichtiger Hinweis!
In welchen der von Ihnen angesprochenen Bereiche könnten Sie sich Verbesserungen vorstellen?
An welche Situationen denken Sie dabei?

Viele Grüße,
B. Hohberg (Moderation)
Details
von Beate Krusche   |   21.04.2010 | 19:21
...ich könnte mir Aushänge in Schulen vorstellen. Lese(groß)mütter oder Lernbegleiter/innen werden immer gebraucht. Eigene Erfahrungen habe ich mit "Ersatzgroßeltern", die sich neben den vorhandenen zwei Großeltern liebevoll um meine Kinder kümmern und auf der Gegenseite "jung bleiben", weil sie durch die Kinder auf dem Laufenden sind. Großeltern, die sich in der Schule um ihre Enkelkinder bemühen, sind auch in Familie eingebunden. Ein "Oma und Opa-Tag" in Schule oder Kindergarten kann zu gegenseitiger Bereicherung führen.
Herzlichst, B.Krusche
Ersatzgroßeltern
von Moderation   |   22.04.2010 | 09:05
Hallo Beate Krusche,

haben Sie noch mehr Informationen zu bereits existierenden Projekten, wie Lese(groß)mütter oder Lernbegleiter/innen?

Inwiefern können sich die unterschiedlichen Generationen gegenseitig unterstützen und zu mehr Familienfreundlichkeit beitragen?

Viele Grüße,
B. Hohberg (Moderation)
Projekte
von Beate Krusche   |   22.04.2010 | 17:04
Liebe Frau Hohberg,
ich selber "praktiziere" es so, dass ich zu Klassenfahrten gerne Großeltern mitnehme. Sie sind oftmals gelassener als (hektische) Eltern. In manchen (Grund)Schulen gibt es einen "Oma-und-Opa-Tag. In verschiedenen Lehrwerken spielen Thema wie "Zeiten" oder "früher-heute" oder "Berufe" eine Rolle. Kinder können zuvor Fragen erstellen und meine Erfahrung zeigt, dass die ältere Generation gerne antwortet und viel zu sagen hat.
Ein weiteres (internes) Projekt ist ein Schultag mit mehreren Kulturen. In meiner Klasse sind jeweils ein Kind mit kurdischem, russischem, polnischem und chinesischen Hintergrund, die die Klassengemeinschaft allemal bereichern und doch auch individuell sind. Da bietet es sich an, die Besonderheiten vorzustellen z.B. durch spezielle Kochzezepte. "Einläuten" und die Scheu vor dem Fremden verringern kann man durch ritualisierte Begrüßungen in den jeweiligen Sprachen zum Schulbeginn morgens.
Heute war in Niedersachsen der "Zukunftstag", früher "Girls-Day". Kinder aus der Sek 1 können in Berufe hineinsehen, die sie noch nicht kennen. Meist gehen sie mit ihren Eltern mit.
Soweit erstmal spontan.
Herzliche Grüße,
Beate Krusche
Verschiedene Generationen
von Moderation   |   27.04.2010 | 11:53
Liebe Teilnehmende,

zu recht wurde hier angesprochen, dass der Begriff Familie nicht nur den Zeitabschnitt mit kleinen Kindern umfasst, sondern auch das Zusammenleben verschiedener Generationen, Altern und Pflege.

Jetzt haben wir hier schon von einigen interessanten Beispielen gehört.

Wie sind Ihre Erfahrungen in dieser Hinsicht? Wo liegen die Probleme?
Wie können die unterschiedlichen Generationen sich gegenseitig unterstützen?

Viele Grüße,
B. Hohberg (Moderation)
Details
von Beate Krusche   |   27.04.2010 | 16:33
... wir haben (und tun es noch) uns gegenseitig unterstützt, in dem jeder das gibt, was er kann. Wichtig ist (mir), dass man (ich) zugibt, dass nicht alles allein zu bewältigen ist. Unsere "dritten" Großeltern (liebevolle Nachbarn) haben meine Kinder mit großgezogen, ohne deren Hilfe ich so manches Projekt nicht hätte bewältigen können. Als es in deren Familie einen Pflegefall gab, habe ich mich abwechselnd mit anderen um die Pflege gekümmert. Es ist wie ein Kreislauf, in dem jeder das tut, was gerade geht und hilft. Als 12 Jährige habe ich schon meine Großmutter mitgepflegt und beteilige mich jetzt an der Pflege meiner Mutter. Auf der anderen Seite sind es bei uns die übrigen Großeltern, die "einspringen", wenn Bedarf ist und auch die Kinder (bei PC Problemen z.B.) um Rat fragen. Ich könnte mir die Familie ohne die Omas und Opas nicht vorstellen. Eine meiner Schülerinnen wird von ihrer Großmutter betreut. Diese Großmutter ist aus unserem Schulalltag nicht mehr wegzudenken. Durch ihren Beruf als Floristin zeigt sie den Kindern seit zwei Jahren immer mal wieder, wie die Blumen im Klassenraum richtig gepflegt werden müssen oder bindet zum Adventsbasteln mit interessierten Kindern einen Adventskranz. Sie ist sehr froh, dass sie gebraucht wird und wir sind froh über die fachmännische Hilfe.
Herzliche Grüße,
Beate Krusche
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