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Geldverschwendung
von Wendula Strube 01.05.2010 | 12:34
"Über 50 Tsd. Haushalte in Berlin bekommen am Wochenende Post vom Berliner Beirat für Familienfragen..." Ca. 50.000 X 0,55 EUR Portokosten = 27.500,00 EUR Portokosten. Zählt man das Papier hinzu, werden ca. 300,00 EUR dafür ausgegeben. Dann kommt die Arbeitszeit hinzu. Sie schlägt mit ca. 1 - 2 h Briefeschreiben zu Buche. Die Briefe müssen eingetütet werden, das kostet mind. 5 h Arbeitszeit. Der Sachbearbeiter kostet ca. 30,00 EUR brutto die h (Arbeitgeberanteil im niedrig Sektor enthalten)- Die Wartezeit für 25.000 Briefe beläuft sich auf ebenfalls 5 h Druckerbetrieb. Macht also rund 11 h Kosten der Arbeitskraft = 330,00 EUR, Druckerunterhaltskosten ca. 300,00 EUR salopp gesprochen. Wir dürfen also für diese Briefe an die Haushalte folgende Kosten ansetzen:

27.500,00 EUR +
300,00 EUR +
330,00 EUR +
300,00 EUR =

28.430,00 EUR Gesamtkosten

Gleichzeitig sollen wir für die Schule unserer Kinder altes Spielzeug für den Trödelmarkt spenden, damit aus dem Erlös ein Spielhaus für die Unterbringung des Spielzeuges gekauft werden kann, was sicherlich wesentlich preiswerter ist. Muss das sein?




Kommentar
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von Beate Krusche   |   01.05.2010 | 13:22
....um Probleme öffentlich zu machen und Lösungsvorschläge gemeinsam zu finden, ist es meiner Meinung nach sinnvoll, möglichst viele Menschen anzusprechen und mit ins Boot zu holen. Der Postweg ist in Deutschland nunmal noch der einfachste Weg, um Informationen zu streuen. Wenn ich von den Problemen in anderen Stadtteilen höre, kann ich von meinen Erfahrungen berichten und andersherum helfen mir vielleicht die Tipps aus anderen Kiezen, um es in meinem Stadtteil familienfreundlicher werden zu lassen. Die Transparenz, die dadurch entsteht, sehe ich als Vorteil.
Herzliche Grüße,
Beate Krusche
So hat halt jede ihre Meinung
von Wendula Strube   |   01.05.2010 | 14:10
Ich gebe Geld möglichst sinnvoll aus, Briefpost ist es m. M. nach genauso wenig, wie sinnentlehrte Studien.
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von Moderation   |   01.05.2010 | 15:02
Hallo Wendula Strube,

dies hat weder den Familienbeirat noch die Stadt Berlin Geld gekostet - die Post unterstützt diesen Dialog mit der Versendung der Briefe.

 Link

Beste Grüße,

R. Lührs
(Moderation)
Natürlich kostet es Geld
von Wendula Strube   |   02.05.2010 | 14:04
Auch die Post muss ihre Mitarbeiter bezahlen oder nicht? Dass das Unternehmen Briefe an die Haushalte durch die Post gesponsort wird, habe ich gelesen, dennoch wäre eine Geldspende in der Höhe von Rund 27.500,00 EUR in Bildung für die Kinder besser angelegt, als in Briefe, die sowieso kaum jemand liest. Ich habe wirklich den Sinn für Humor verloren, wenn es um die Verteilung von Geldern geht. Sicherlich muss jeder um seinen Arbeitsplatz kämpfen, aber wenn wir alle so weiter machen wie bisher, dann jute Nacht Berlin/Deutschland. Es wurde schon für Projekte und Studien jeden Tag neu, so viel Geld und Papier verschwendet, da wird mir schwindelig von. Auch will ich nicht noch an die Papierressourcen und Abholzung von Bäumen erinnern, die für derartige Projekte benötigt werden. Jeder Euro, der nicht direkt in unsere Kinder investiert wird, zeichnet ein dunkles Kapitel unserer Geschichte voraus.
es gibt immer auch eine positive Seite!
von Beate Krusche   |   02.05.2010 | 16:17
man könnte auch die Arbeitsplätze sehen, die durch die Verteilung der Briefe entstehen und Papier wird receycelt. Mir ist es ganz lieb, dass ich mitentscheiden kann und gefragt werde, was zu tun ist, um Familienleben besser gelingen zu lassen.
Frau Krusche
von Wendula Strube   |   03.05.2010 | 11:40
Sie denken an alle und alles, ich denke an die Kinder in erster Instanz. Ihnen die 27.500,00 EUR direkt in die Schule für Schulhefte gegeben, ist m. E. immer noch besser, als Haushalte anzuschreiben, die die Post gleich in den Ofen hauen.
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von Beate Krusche   |   03.05.2010 | 21:50
alles hat zwei Seiten und ich sehe durchweg in erster Linie die positive.
@ liebe Frau Krusche
von Wendula Strube   |   04.05.2010 | 19:22
Die positive Seite an dieser Geschichte ist die, dass eine Frau namens Strube sich hinsetzt und ungefähre Zahlen sucht, die das ganze Projekt kostet. Ich habe das jüngst auch für eine Studie mit 1.000 Telefonbefragungen errechnet, dabei ging es um die Zufriedenheit mit Schulen in Berlin. Ich habe großzügig gerechnet und kam dabei auf 50.000,00 EUR. Zieht man die hier zu versendende Post hinzu, komme ich nun schon auf rund 80.000,00 EUR Einsparpotential und Kostenumverteilung im Bildungsbereich hin. Das ist wahres positives Denken, Wachrütteln und Hoffen zugleich! Mein Glas ist immer halbvoll!
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