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Einsparungen in familienrelevanten Bereichen
von Moderation 12.05.2010 | 15:54
Sehr geehrte Frau Senftleben, Frau Jantzen, Frau Demirbüken-Wegner und Frau Scheeres,

nun wurde im Forum mehrfach bemängelt, dass gerade in familienrelevanten Bereichen Einsparungen festzustellen sind, so soll zum Beispiel der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) aus Wedding wegziehen, der Kids Garden in Neukölln ist bedroht, Kinder- und Jugendförderungsmaßnahmen werden gekürzt, die Eltern pflegebedürftiger Kinder bemängeln fehlende Unterstützung und Hilfsangebote etc.

Was können Sie diesen Teilnehmenden sagen? Wie lassen sich solche Einsparungen mit einer familienfreundlichen Stadt Berlin vereinbaren?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation




Kommentar
"Einsparungen"
von Elfi Jantzen (Grüne)   |   12.05.2010 | 16:02
Bei der Haushaltslage des Landes Berlin lässt es sich nicht gänzlich vermeiden, dass auch in familienrelevanten Bereichen gekürzt wird. Wir Grünen haben in den Haushaltsberatungen allerdings einen Schwerpunkt auf familienpolitische Bereiche gelegt, wie z.b. Erziehung und Bildung in Kita und Schulen, die bessere Finanzierung der Bezirke, damit sie familienunterstützende Angebote und Kinder- und Jugendarbeit erhalten können. Wichtig war uns auch die Sicherung der Stellen für das Netzwerk Kinderschutz im Kinder- und Jugendgesundheitsdienst und den Jugendämtern.
Leider haben wir nicht alles durchbekommen, was wir uns gewünscht haben. Wir werden auch in Zukunft einen Schwerpunkt auf familienunterstützende Angebote legen, der Kampf um die knapper werdenden Haushaltsmittel wird aber nicht leichter. Wichtig ist mir deshalb auch soziale Netzwerke für Eltern im Stadtteil zu unterstüzen, z.B. durch Kitas als Eltern-Kind-Zentren. M
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von Sandra Scheeres   |   12.05.2010 | 16:03
Bedauerlicherweise ist das eine schwierige Situation: Auf Landesebene bemühen wir uns gerade darum, die Gelder für diese Bereich zu erhöhen und haben die Mittel an die Bezirke in den letzen Haushaltsberatungen erhöht. Gerade im Kinderschutz haben wir die "Frühen Hilfen" für Familien auf 720.000 Euro pro Jahr erhöht und im Rahmen des Kinderschutzgesetzes den Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes zur Umsetzung des verbindlichen Einladungswesens für die Vorsorgeuntersuchung eine Person zusätzlich zur Verfügung gestellt. Aber ich weiß, dass gerade im Bezirk Mitte die Haushaltssituation sehr schwierig ist. - Ich weiß, das alles ist schwer nachzuvollziehen, wenn der Bezirk zu solche Schritte unternimmt. Mir ist auch nicht bekannt, aus welchem Grund der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst geschlossen werden soll.
Mich würde dann natürlich schon auch interessieren, wer dann dort diese Aufgaben übernimmt.

Schöne Grüße, Sandra Scheeres
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