Hilfe Über uns Spielregeln RSS/Feeds
 
Stehen Sie zu Ihren Worten mit Taten! Kinder mit Behinderungen in Berlin
von Stelo 05.05.2010 | 10:26
Sehr geehrter Herr Senator Zöllner,

heute am 5. Mai 2010 findet der europäische Protesttag der Menschen mit Behinderung statt.

Kinder mit Behinderungen, insbesondere mit schweren Behinderungen, haben unter Ihrer ganz persönlichen Verantwortung kein Recht auf inklusive Bildung hier in dieser Stadt!
Im Gegenteil, unter Ausschluss der Betroffenen erarbeitet Ihre Verwaltung eine Konzept zur Umsetzung der UN Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, welches schon jetzt durch Haushaltsvorbehalte zum scheitern verurteilt ist und sich nicht am Bedarf der Menschen orientiert!
NICHT OHNE UNS ÜBER UNS!!!
Integrationsassistenz - die Berliner Insel nennt es auch "Schulhelfer" - ist ein Bundesgesetz und erfüllt somit den Rechtsanspruch eines jeden einzelnen Kindes mit Behinderung je nach individuellem Bedarf! Verwaltungsvorschriften haben hier keinerlei Relevanz, auch nicht die Ihre VV 8-2009!

Die neuerliche Anweisung Ihres Hauses - Berliner Jugendämter sollen Anträge von Eltern auf Integrationsassistenz in der Schule ablehnen - ist eine UNVERSCHÄMTHEIT. Es ist eine weitere Barriere gegen den gemeinsamen Unterricht und zwingt Eltern nun dauerhaft (allerdings weiter erfolgreich) vor Gericht trotz Rechtsanspruch. Schämen Sie sich uns diese Belastung nun auch noch zuzumuten!

Sie interessieren sich auch nicht oder engagieren sich gar - im Gegenteil leere Versprechungen folgen gegenüber unseres Sohnes während eines RBB Interviews am 26. März 2010 - dem ersten Geburtstag der UN Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen:
"Dass sie sich sofort an mich wenden sollen und ich meinem Hause Anweisungen gegeben habe, dass jeder Fall der nicht geklärt werden kann und zwar im Sinne der Betroffenen positiv gelöst werden kann mir vorgelegt wird und dann muss man dem Fall nachgehen und ich bin mir sicher das wir den auch adäquat lösen werden"

Wir haben Ihnen gern einen Brief (13.04.2010) geschrieben, klassisch per Papierpost und auch in elektronischer Form. Bis heute haben wir keinerlei Reaktionen Ihrerseits erhalten!

Sie können gern hier den Weg via Integration zur Inklusion nachlesen und Ihren eigenen Worten lauschen:  Link

Und wir wiederholen hier gern in aller Öffentlichkeit unsere Forderung:
Wir machen für unseren Sohn Gebrauch von unserem

* Wahlrecht nach § 36 Abs. 4 des Schulgesetzes und § 33 Abs. 1 der VO Sonderpädagogik und dem
* des in Art. 24 der UN Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen gegebenen Anspruchs auf diskriminierungsfreien Zugang zum System der Regelschule und der damit verbundenen durchgehenden, individuelle Schulbegleitung, fachlich qualifiziert und auf die Bedürfnisse des Menschen zugeschnitten.

Stehen Sie zu Ihren Worten mit Taten!

Danke!

Mit freundlichen Grüssen, die Eltern von Mattes!




Kommentar
Details
von Prof. Dr. Zöllner   |   05.05.2010 | 10:35
Ich stehe zu meinem Wort. Wir werden die im Bundesvergleich schon jetzt hohe Zahl an integrativ unterrichteten Schulen weiter steigern, wenn die Eltern dies möchten. Ein Konzept bishin zur Inklusion wird dem Abgeordnetenhaus in Kürze vorgelegt werden.
Anweisungen, wie Sie sie unterstellen, existieren nicht. Die Zuteilung von Schulhelferstunden muss allerdings nach einheitlichen gerechten Kriterien erfolgen. Auf Ihren Brief von vor 14 Tagen werden wir gesondert eingehen.
 Zurück zur Übersicht
Benutzername
Passwort
Passwort vergessen?
Liste aller Teilnehmenden
Live-Diskussion
Mein Thema:
Mein Kiez:
Alle anzeigen