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An beide Damen
von Wendula Strube 11.05.2010 | 10:34
Oper schließen

Was halten die beiden Damen von der Schließung einer Oper zu Gunsten der Kinder-und Jugendförderung? Immerhin verfügt Berlin über drei staatlich subventionierte Opern und dürfte damit weltweit die einzige Stadt sein, die so viele Plätze unterstützt. Gleichzeitig wird aber jährlich in Millionenhöhe an Kinder- und Jugendförderungsmaßnahmen gekürzt.




Kommentar
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von Judith Döker   |   11.05.2010 | 10:38
Auf der einen Seite finde ich es natürlich ganz toll, dass Berlin so ein großes kulturelles Angebot bietet. Auf der anderen Seite finde ich, dass die Menschen in dieser Stadt darüber natürlich nicht zu kurz kommen dürfen. Es muss eine Balance hergestellt werden. Mein Fazit: Im Zweifel gegen noch eine die Oper und für die Kinder und Jugendlichen.
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von Ulrike   |   11.05.2010 | 10:39
Im Kulturbereich zu kürzen, halte ich für gefährlich. Wir haben auch viele Theater, aber die Schließung des Schillertheaters war ein absolutes Armutszeugnis und hat finanziell glaube ich gar nicht so viel gebracht, wenn überhaupt. Nein, die Kultur brauchen wir genauso sehr.
Aber es gibt ja noch andere Bereiche, das müsste man genauer ansehen, vielleicht bei der Kanzler-U-Bahn... Immer wieder wird ja auch Geld zum Fenster rausgeschmissen, weil jemand nicht aufgepasst hat.
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von Tessa   |   11.05.2010 | 10:46
Eigentlich wird doch aber ein ganz interessanter Punkt hier deutlich, oder? Kulturelle Angebote - und da ist Berlin sicherlich spitze - werden wahrscheinlich eher von Personen ohne Kinder nachgefragt als von Leuten mit Kindern. Der Aufwand, einen Theaterabend zu realisieren ist einfach ungleich höher: wer macht Baby-Sitting etc.
Aber ohne Kultur geht es natürlich auch nicht.

Wie sehen Sie denn die Angebote für Kinder und Jugendliche hier in Berlin? Haben Sie selbst schon mal Kindertheater gespielt?
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von Judith Döker   |   11.05.2010 | 10:50
Ich glaube, dass das kulturelle Angebot in einer Stadt wie Berlin schon sehr wichtig ist, auch wenn es für Eltern mit kleinen Kindern wahrscheinlich sehr schwer ist, einen Theaterbesuch mit Babysitter etc. zu organisieren. So ein Abend kann dann sehr schnell recht teuer werden.Aber das kulturelle Angebot zieht ja auch viele Touristen in die Stadt und macht Berlin attraktiv.
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von Ulrike   |   11.05.2010 | 10:52
Kultur ist ja nicht nur Oper (wobei es auch wunderbare Kinderopern gibt), das ist auch Museum, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte etc. und eben auch Kindertheater. Ja, das habe ich auch schon gemacht, ich habe bei "Emil und die Detektive" dem Musical am Potsdamer Platz mitgespielt. Mein Mann, Marc Schubring, hat die Musik geschrieben, und es war großartig, wie toll das für die Kinder auf der Bühne und im Publikum war. Da gab es Familienpreise und familienfreundliche Aufführungszeiten, Sitzkissen für die Kleinsten usw. Und grade Kinder sollen doch auch schon Theater und Konzerte erleben, das ist doch so großartig. Ich glaube, das ist möglich, wenn auch zugegebenermaßen schwierig.
Ich verstehe Sie nicht richtig
von Wendula Strube   |   11.05.2010 | 10:53
Die Damen möchten auf Kosten von Kultur lieber nicht für die Schließung einer Oper plädieren? Wenn aber jährlich nur in einem Stadtbezirk der Rotstift bei 1.000.000,00 (eine Million) EUR, wie im Bezirk Mitte, bei der Jugend- und Kinderförderung angesetzt wird, sehen Sie das in der Vergangenheit geschlossene Schillertheater als misslungenen Versuch an, Einsparungen zu erzielen? Wo würden Sie denn im kulturellen Bereich zu Gunsten der Kinder- und Jugendförderung auf Verzicht setzen? Es würde quasi die Erwachsenen meist Besserverdienden etwas weggenommen. Wussten Sie, dass jeder Platz in den drei Opern mit Sage und Schreibe 186,10 EUR unterstützt wird? Ich finde, dass auf jeden Fall eine der drei Opern geschlossen werden muss, damit in die Kinder- und Jugendförderung mehr einfließen kann. So kämpft bspw. Jedes Jahr der Kinderbauernhof Pinke Panke um läppische 10.000,00 EUR um den Bauernhof am Leben zu erhalten.
Ich verstehe Sie nicht richtig
von Wendula Strube   |   11.05.2010 | 10:56
Die Damen möchten auf Kosten von Kultur lieber nicht für die Schließung einer Oper plädieren? Wenn aber jährlich nur in einem Stadtbezirk der Rotstift bei 1.000.000,00 (eine Million) EUR, wie im Bezirk Mitte, bei der Jugend- und Kinderförderung angesetzt wird, sehen Sie das in der Vergangenheit geschlossene Schillertheater als misslungenen Versuch an, Einsparungen zu erzielen? Wo würden Sie denn im kulturellen Bereich zu Gunsten der Kinder- und Jugendförderung auf Verzicht setzen? Es würde quasi die Erwachsenen meist Besserverdienden etwas weggenommen. Wussten Sie, dass jeder Platz in den drei Opern mit Sage und Schreibe 186,10 EUR unterstützt wird? Ich finde, dass auf jeden Fall eine der drei Opern geschlossen werden muss, damit in die Kinder- und Jugendförderung mehr einfließen kann. So kämpft bspw. Jedes Jahr der Kinderbauernhof Pinke Panke um läppische 10.000,00 EUR um den Bauernhof am Leben zu erhalten.
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von Ulrike   |   11.05.2010 | 11:01
Wo gäbe es Ihrer Meinung nach noch Möglichkeiten, Einsparungen vorzunehmen, mal abgesehen vom Kulturbereich?
Vielleicht könnten die beiden Damen...
von Wendula Strube   |   11.05.2010 | 11:01
...freundlicher Weise einen Charity-Abend für den Kinder Bauernhof Pinke-Panke inszenieren und so dem Bauernhof helfen. Übrigens liegt der im Bezirk Pankow-Prenzelbg. Frau Rose würde sich bestimmt sehr freuen, leider ist das hier ja nicht so Gang und Gebe in Deutschland. In den USA wird da wohl mehr Engagement von der Seite der Kultur gemacht.
In unzähligen Studien
von Wendula Strube   |   11.05.2010 | 11:05
Wo jährlich so viel Geld verschwendet wird. Aber ich möchte gerne beim Thema Opern und Kutur bleiben. Denn das Thema beginnt doch erst gerade spannend zu werden. Wie finden Sie Höhe der Subventionen für die Oper, erschreckend nicht war? Letztes Jahr wollte der Berliner Bezirk Mitte alle Kinder- und Jugendfahrten einsparen, Göttin sei Dank ist das dem Bezirk und den ärmsten Kindern doch noch erspart geblieben. Jedoch sind die Reisen wesentlich teurer geworden. Da möchte ich schon lieber bei den Opern sparen, als den Hartz-IV-Kindern nun auch noch das letzte Vergnügen zu nehmen. Eine Reise für sie kostet ungefähr so viel, wie vier bis fünf Opernplätze am Abend.
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