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Hunde im Kiez
» Beteiligte
Annama,,SingleParent, BerlinFreckles, hu.beis, spanierin, Diessars, Charly, suhuhu, StefanS, ebbi, Mama aus Kreuzberg, Soul Kids, JuSchu, haretig


» Kurzbeschreibung
In Berlin fielen täglich 55 Tonnen Hundekot von geschätzten 200.000 Hunden an (offiziell registriert sind circa 100.000 Hunde). Mit der Zahlung der Hundesteuer erkaufen sich die Hundehalter allerdings nicht das Recht, die Hinterlassenschaften des Hundes liegen lassen zu dürfen. Es wird gemutmaßt, dass etliche Hundebesitzer so denken. Zudem würden viele und auch große Hunde nicht angeleint.


» Langfassung
Probleme

Nicht nur in Friedrichshain gäbe es kaum Parks und Grünflächen, die nicht hauptsächlich von den Hunden im Kiez "bevölkert" werden. Insbeondere die Grünfläche auf dem Boxhagener Platz würde vor allen Dingen von Hunden und ihren Herrchen besetzt, während sich auf dem halb so großen, eingezäunten Spielplatz bei schönem Wetter dreimal so viele Kinder tummeln. Hundeauslaufplätze im Kiez wären oftmals größer als Spielplätze. Genau für dieses Problem stehe der Boxhagener Platz. Viele Hunde werden nicht angeleint und ihre Hinterlassenschaften einfach liegengelassen. Spräche man Hundehalter darauf an, so ernte man in der Regel nur Unverständnis.

Freilaufende Hunde

Die gesetzlichen Regelungen zum Anleinen von Hunden in Berlin stiften mehr Verwirrung als alles dass sie aufklären. Es wird angemerkt, dass im öffentlichen Raum ein grundsätzlicher Leinenzwang gelten sollte mit der Ausnahme der Flächen, duie dafür ausgewiesen sind. Im Gegenzug sollten mehr eingezäunte Freilaufflächen für Hunde geschaffen werden. Auf der Wiese am Boxhagener Platz könnte man ja durchaus eine solche Zone einrichten, um das Konfliktpotential zu minimieren.

Im Schloßpark Charlottenburg und auf den Uferwege gäbe es zu viele Leute, die mit ihren Kampfhunden ( Rothweiler, pittbull usw.) ohne Leine spazieren gehen. Das sei gefährlich für die Kinder, da die Reaktion der Hunde unberechenbar sei.
Auch vor dem Spielplatz im Schustruhpark spaziere regelmäßig ein Herr mit seinem Rothweiler ohne Leine. Hier bräuchte es mehr Kontrollen, da die Halter auf die Aufforderung den Hund anzuleinen oftmals nicht reagierten.

Auch im Friedrichshain im Entwicklungsgebiet Alter Schlachthof, gibt es eine schöne Grünfläche, die Rege von Müttern und Vätern mit Kindern genutzt würden, wo aber ständig unangeleinte Hunde herumliefen. Die entstehenden Tretmienen seien dabei nur das geringste Problem als vielmehr die Sorge um die eigenen Kinder.

Auch am Rande des Hundeauslaufsgebietes am Grunewald sei es schon öfters vorgekommen, dass freilaufende Hunde Kinder gebissen hätten.

Am Viktoriaparkt gäbe es einen regelrechten Platzkampf zwischen Kindern und Hunden. Hier sollten mehr Kontrollen durchgeführt werden, da es ja auch Auslaufstellen auf dem Tempelhofer Feld gäbe. Auch der Hundekot sei ein großes Problem.

An den Seen und Badestellen in Zehlendorf sind freilaufende Hunde ebenfalls ein Problem. Die Besitzer sollten dazu gebracht werden, diese anzuleinen sowie deren Hinterlassenschaften zu entsorgen.

Hundekot

Der Hundekot wird liegengelassen und nicht entsorgt. Dieses unappetitliche Thema sei groß und uralt. Es habe sich seit Jahren nichts daran geändert, außer dass vereinzelt Hundehalter mit Tütchen zu sehen seien. Beispielsweise in Wilmersdorf im Bayrischen Viertel habe man häufig den Eindruck es gäbe mehr Hunde als Menschen. Die Gehwege seien voller Hundehinterlassenschaften, die am besten mit dem Gartenschlauch zu entfernen seien. Das Problem potenziert sich bei wärmeren Temperaturen, durch die die Geruchsbelästigung zunimmt. In der Vicotriastadt / Kaskelkiez, im Übergang von Lichtenberg nach Friedrichshain sei dies deutlich zu beobachten. Es gibt einen schönen Spielplatz, der allerdings an einem verkehrsberuhigten Weg ("Grünzug") liegt und in dem es im Sommer massiv stinkt.

Ursache des Problems seine allerdings die Besitzer der Hunde, die die Hinterlassenschaften einfach liegen ließen.

Ein weiteres Problem sei, dass es aus Geldmangel keine Papierkörbe mehr gäbe, in denen man die eingesammelten Haufen entsorgen könnte. So z.B. in Französisch Buchholz.

Mögliche Lösungsstrategien:

- mehr Kontrollen
- freundlicher, aber bestimmter sozialer Druck
- Höherer Ahndungsdruck,
- spürbare Geldstrafen
- Abfallbehälter mit Plastiktüten in vertretbaren Abständen etc
- Erhöhung der Hundesteuer

Die Teilnehmenden im Forum weisen darauf hin, dass Fahrradfahrer und Falschparker häufiger vom Ordnungsamt angesprochen werden, als Hundehalter, die ihre Hunde frei laufen lassen bzw. die die Hinterlassenschaften der Hunde nicht entfernen.

Nachbesserung des Berliner Hundegesetzes

Es gibt Verwirrungen um den Leinenzwang, da selbst Fachleute an einigen Stellen des Berliner Hundegesetzes ins Stocken kämmen. Da sollte nachgebessert werden.

Hundehalterführerschein

Es wird für die Einführung eines Hundehalter-Führerscheins plädiert, der folgende Fragen behandelt: Welche Aufgaben umfasst die Hundehaltung? Wie teuer ist ein Hund? Wie gestaltet sich die Hundehaltung in der Stadt? Welche Verantwortung habe ich als Halter? Usw.

Stadtkampagne

Berlin sollte eine groß angelegte Kampagne durchführen, mit der alle Berliner und Berlinerinnen zu mehr Verantwortung für ihre Stadt aufgefordert und über die Kosten informiert werden - ohne den moralischen Zeigefinger, da ein gewisses Maß an Toleranz durchaus sinnvoll wäre. Eine solche Kampagne könnte neben der Hundehaltung auch andere Themen ansprechen wie z.B. Müll auf Straßen und Plätzen, aggressives Verhalten im Straßenverkehr und öffentlichem Raum, fehlende Nachbarschaftshilfe usw.

Mehr Hundehalter-Initiativen

Tatsächlich gibt es auch Hundehalter, die durchaus Verantwortung zeigen. In Friedrichshain z.B. den Verein "Hundefreunde Friedrichshain", die in den letzten Jahren auch einige Tütenspender installiert haben.

Mehr Rüsselfahrzeuge

Die Anzahl der Rüsselfahrzeuge zum Aufsaugen des Hundekots aufstocken.

Politischer Wille von Nöten

Es fehle scheinbar der politische Wille und die entsprechende Durchsetzungskraft, um dieses Problem wirklich anzugehen.




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