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Familienfreundlicher Verkehr
» Beteiligte
Erika Valder, Kreuzberger Mama, mutti, buerger, hu.beis, Kreuzberger Mama, Annama, Familienglück, Charly, Oliver, Luka, Kerstin, MaraBu, A.Hansen, nessie, Soul Kids, innengruen


» Kurzbeschreibung
Dieses Wiki handelt von der Anpassung von Ampelschaltungen über Schlaglöcher und Baustellen und Risikofaktoren im Verkehr sowie Verkehrsberuhigung.


» Langfassung
Anpassung der Ampelschaltungen:

- Für die Yorckstraße und das Tempelhofer Ufer fordern die Teilnehmer Kinder- und fußgängerfreundliche Ampelschaltungen. Durch ausreichend lange Grünphasen könne die Wartezeit auf der Verkehrsinsel vermieden werden und Kinder würden nicht mehr bei Rot noch schnell auf die andere Straßenseite rennen (z. B. am Tempelhofer Ufer/Grosbeerenstraße und Yorckstraße/Großbeerenstraße).
- Auch in der Möckernstraße/Yorckstraße sei die Ampel zu knapp geschaltet, so dass es sogar für gesunde Erwachsene mühsam ist, bei Grün beide Spuren zu überqueren. Durch Autofahrer, die bei gelb/rot über die Ampel führen, würden Fußgänger gefährdet, die die Straße bei grüner Fußgängerampel überqueren.
- Ampeln in Zehlendorf: Die Überquerung der Berlepschstraße sei für Kinder sehr gefährlich. Durch die Errichtung von Zebrastreifen und Ampeln könne die Situation verbessert werden.
- Kreuzung Gleimstraße: An der Kreuzung Gleimstraße/Ystader Straße/Am Falkplatz sei nur eine Ampel am östlichen Teil der Gleimstraße angebracht, was eine Gefährdung für Kinder darstelle. Somit können Autos, die aus westlicher Richtung der Gleimstraße kommen, rechts und links abbiegen, ohne eine Ampel achten zu müssen. Gemeinsam mit dem Fußgängerkreuzverkehr, der parallel zur Ampelschaltung auf der westlichen Seite der Kreuzung die Gleimstraße überquert, sei die Verkehrssituation unübersichtlich. Durch die Errichtung von Ampeln oder Zebrastreifen an den vier Kreuzungsarmen, könne die Situation verbessern.

Ein weiterer Vorschlag für mehr Sicherheit im Verkehr ist die Trennung von Fußgängerüberquerung und dem Abbiegeverkehr. In Kreuzberg und bei der Überquerung der Bornholmer Straße (Prenzlauer Berg) sei eine getrennte Schaltung von Abbiegeverkehr und Fußgängerverkehr notwendig.

Förderung ÖPNV, Verkehrsberuhigung:

Der dichte Autoverkehr sorgt nach Meinung der Teilnehmer aus Pankow in Berlin für große Einschränkungen für Kinder beim Spielen und auf dem Schulweg. Die Bewegungsfreiheit solle durch die Familienpolitik gefördert werden. Dazu wurden folgende Maßnahmen vorgeschlagen:
- noch stärkere Förderung des nicht-motorisierten Verkehrs.
- autofreie Viertel (Pankow): Viertel sollten verstärkt oder möglichst ganz vom Autoverkehr frei gehalten werden, autofreies Wohnen gefördert werden,
- Tempo 30 auf fast allen Straßen
- keine weitere Einschränkung des öffentlichen Nahverkehrs

Für den Breitenbachplatz (Bezirksgrenze Dahlem/Friedenau) solle eine Verkehrsberuhigung eingeführt werden. Der Platz selbst sei im Zuge der Sanierung der U3 familienfreundlich gestaltet worden (neuer Spielplatz, Ausstattung des U-Bahnhofs mit Fahrstuhl). Der Weg zum Breitenbachplatz (aus Dahlemer Richtung kommend) sei gerade für Kinder gefährlich, aufgrund uneinsichtiger zweispuriger Straßen. Dort können Zebrastreifen oder eine Fußgängerampel mehr Sicherheit bringen. Zusätzlich solle die Straße am Breitenbachplatz, wie auch alle anderen umliegenden Straßen auf eine Fahrspur reduziert werden und im Bereich der Kurve eine Tempo 30 Zone eingerichtet werden.

Geschwindigkeitskontrollen und Geschwindigkeitsbegrenzung:

Die Verkehrssicherheit könne auf der Konstanzerstraße reduziert werden, indem Verkehrsverstöße geahndet werden. Dies könne durch vermehrte Geschwindigkeitskontrollen, eine 30er Zone (von Olivaer Platz bis zum Hohenzollerndamm ) und das an 24 Stunden und nicht nur als Lärmschutz von 22-6h (Bsp. Schildhornstr. Steglitz )) und ein Fahrradweg (Schloßstrasse o. Uhlandstr. ) erreicht werden.

Um den Verkehr auf der Hagelbergerstraße (zwischen Großbeeeren und Möckernstraße) familienfreundlicher zu gestalten, solle eine Spielstraße entstehen. Damit könne der Schulweg zur Charlottte Salomnon Grundschule und zur Glaßbrenner Grundschule sowie zu deren Horten sicherer gestaltet werden. Die derzeit existierende Tempo 30 Zone, die bis 17 Uhr gilt, reiche nicht aus, da viele Kfz-Faher den Weg zur Umfahrung der Staus am Mehrungdamm oder MöckernStr/ Kreuzbergstraße nutzen. Durch eine Spielstraße könne die Unfallgefahr von über die Straße rennenden Kindern gemindert werden. Zudem wäre mehr Bewegungs- und Spielraum für Kinder der anliegenden Wohnblocks gegeben. Weiter könne die Parkzone so umgestaltet werden, dass die anliegenden Gewerbeeinheiten bessere Angebote für die Familien anbieten könnten.

Die Wartenburgstrasse in 10963 Kreuzberg (zwei Kitas anliegend, viele Kinder wohnen dort) würde häufig von Rasern belästigt, die die Wartenburgstraße als Bypaß nutzen, um Staus in der Möckernstraße oder Großbeerenstraße zu entgehen. Die Straßenbreite lädt hier zu hohem Tempo ein, was zu sehr gefährlichen Situationen führe.

Gefahr durch Schlaglöcher und Baustellen:

Autos und LKWs, die Schlaglöchern ausweichen sind nach Meinung der Teilnehmer aus Steglitz störend für alle Verkehrsteilnehmer. Doch gerade auch Kinder auf dem Schulweg seien gefährdet. Daher besteht die Forderung, die Schulwege von Kindern bevorzugt zu sanieren.

Gefahr durch geplante Autobahn

Es wird befürchtet, dass die geplante Autobahn den Anwohnern des Boxhagener Platzes noch 1500 Wagen mehr pro Tag bescheren wird.


Mängel an Fahrradwegen:

Es wird bemängelt, dass der Fahrradweg auf der Schloßstraße (Steglitz) aufgrund seines Belages (Kopfsteinpflaster) nicht befahren würde. Die Radfahrer weichen laut Teilnehmer daher auf den Gehweg aus, was zu Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern führt.


Überquerung von Straßen:

Uferwege sollten besser gesichert werden. Am Beispiel des Uferwegs entlang des Charlottenburger Schlosses wird aufgezeigt, dass hier ein besserer und sicherer Übergang an der Schlossbrücke benötigt wird. Derzeit könnten ihn Kinder weder als sicheren (und schönen) Schulweg allein benutzen, noch finden Familien mit mehreren Fahrrädern oder einem Anhänger einen Platz auf der winzigen Verkehrsinsel beim Überqueren der gefährlichen Straße.

Die Möckernstraße versperre seit der Eröffnung des Tiergartentunnesl den Weg zum Naturspielplatz auf dem Gleisdreieck, so dass Kinder nicht unbegleitet auf den Spielplatz gehen können. Eine behindertengerechte Fußgängerbrücke zwischen dem Naturpark Gleisdreieck und dem Parkstreifen in der Hornstraße könne eine stressfreie Anbindungsmöglichkeit für alle, jung und alt darstellen.

Negativbeispiel Freidrichshain:

Die Verkehrsregelung im Friedrichshain sei schlecht: Es gäbe kaum Fahrradwege und viel Kopfsteinpflaster, so dass viele Radfahrer auf die Gehwege ausweichen und damit Kinder gefährden. Morgens bildet sich meistens ein Stau vor dem "Nadelöhr" Modersohnbrücke, die Straßenbahnen mitten durch den Kiez verursachen viel Verkehrslärm, Autos parken vor den gesenkten Bürgersteigen, so dass man mit Kinderwagen einen großen Bogen machen muss.

Folgende Vorschläge können zu einer Verbesserung beitragen:
- Rad-Tram-Straßen: Die Wohngebietsstraßen, durch die eine Tram fährt, sollen nur noch eingeschränkt für Anwohner-Autos zugelassen werden und damit gleichzeitig mehr Platz für Fahrradfahrer zu eröffnen.
- Durchgangsverkehr möglichst auf die großen Straßen umleiten, Tempo drosseln.
- Parkplätze vermindern, um das Autofahren wenig attraktiv zu gestalten. Im Gegenzug den ÖPNV verbessern und verbilligen.
- Falschparken konsequent ahnden.
- Nicht-Autofahrer bei der Suche nach Wohnungen in ruhigen Straßen bevorzugen. Autofahrer sollten den Autolärm vor ihrer Haustür vielleicht mal selbst ertragen müssen.
- Fahrradführerschein einführen.
- sich am Beispiel Kopenhagen orientieren, wo Radfahrer als eigenständige Verkehrsteilnehmergruppe wahr- und in die Pflicht genommen. Keine Radwege, die im Nichts enden oder hinter parkenden Autos auf Bürgersteigen verbannt werden

Die Verbindung zwischen Lichtenberg und Friedrichshain und zurück führt unter der Ringbahn-Brücke am Ostkreuz durch (Marktstraße). Dort ergäbe sich in einer schmalen, dunklen Brücke durch Unmengen von Autos, ein Bus, eine Tram und Fahrräder eine gefährliche Situation. Zudem sei die Ampelschaltung and der Kreuzung hinter der erwähnten Brücke, Boxhagener Ecke Gürtelstaße, für Fußgänger unsicher, da die Rechts- bzw. Linksabbieger ihre Ampel zu spät oder gar nicht sähen. Die Sicht sei durch einen Baum versperrt.

Kultur der Rücksichtnahme:

Generell sei das Tempolimit ein großes Thema. Leider würden Geschwindigkeitsbeschränkungen oft nicht eingehalten, wodurch sich Familien unsicher fühlten. Die Geschwindigkeitsbeschränkung mittels Straßenbollern und Sanktionen etc. zu erreichen wird abgesehen vom damit verbundenen Aufwand kritisch gesehen. Es solle eine „Kultur der Rücksichtnahme“ angestoßen werden. Ein generelles Tempo 30 könne in Berlin dennoch für mehr Sicherheit sorgen. Weiter wird kritisiert, der „Lebensraum Straße“ wäre durch fahrende und zunehmend auch auf Gehwegen und Straßenkreuzungen parkenden Autos dominiert. Es wird gefordert, die Verkehrsregeln auch durchzusetzen. Allerdings seien die dafür zuständigen Ordnungsämter der Bezirke unterbesetzt und viele Verstöße können somit nicht geahndet werden. Dies wird als Minderung der Lebensqualität empfunden.

Verkehr am Tempelhofer Feld:

Durch die Öffnung des Tempelhofer Flughafens, wird befürchtet, es käme im Wohngebiet mangels eines Verkehrskonzeptes zu massiven Parkplatzproblemen. Bereits vor der Öffnung würden sich Autos teilweise rücksichtslos durch die Wohnstrassen drängen, wenn der T-Damm dicht sei. Es wird eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit in der Fliegersiedlung befürchtet, wo es bisher möglich sei, dass die Kinder hier noch auf der Straße spielen, mit Kreide malen und toben können. Selbiger Teilnehmer äußerte sich nach der Eröffnung am 8./9. Mai positiv. Straßensperren rund um das Wohnviertel und durch die Nutzung von ÖPNV und zahlreichen Besucher, die mit dem Rad anreisten, seien die Befürchtungen nicht eingetroffen.




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