Hilfe Über uns Spielregeln RSS/Feeds
 
Die Berliner Bevölkerung


Zum Stichtag 31.12.2007 lebten insgesamt 3.416.255 Menschen in Berlin. Die Hauptstadt ist mit seinen rund 3,5 Mio. Einwohner/innen die bevölkerungsreichste Stadt Deutschlands noch vor Hamburg und München. Der Frauenanteil liegt bei knapp über fünfzig Prozent. Die Zusammensetzung nach Geschlecht entspricht ziemlich genau der Zusammensetzung der bundesweiten Bevölkerung. Bis zum Jahr 2030, so die Bevölkerungsprognose, wird sich die Zahl der Berliner/innen nicht wesentlich verändern.

Auf den folgenden Seiten finden Sie einige statistische Zahlen, die Antworten liefern auf verschiedenen Fragen zur Bevölkerungsstruktur in der Hauptstadt. Welche Altersstrukturen lassen sich in Berlin erkennen und wie werden sich diese entwickeln? Wie viele Familien leben in Berlin und wo? In welchen Bezirken leben die meisten Kinder und Jugendlichen? Und wie groß ist der Anteil der ausländischen Einwohner/innen in der so genannten Multikulti-Stadt Berlin?

Altersstruktur
Familienhaushalte
Berliner/innen mit Migrationshintergrund


Altersstruktur

Ähnlich wie die Bundesrepublik Deutschland ist auch Berlin durch einen verhältnismäßig geringen Anteil an jungen Menschen gekennzeichnet. Das Durchschnittsalter der Berliner lag im Jahr 2006 bei knapp über vierzig Jahren. Die Lebenserwartung der Berliner/innen wächst seit mehreren Jahren kontinuierlich, wodurch sich die Altersstruktur zugunsten der älteren Generationen verschiebt. Bereits heute leben in Berlin mehr 65-Jährige oder ältere Menschen als Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre).


Abbildung 1: Berliner/innen nach Altersgruppen (2006) (in Prozent), Quelle: Berliner Familienbeirat

zum Seitenanfang

Teilt man die Altersgruppen in die drei großen Bevölkerungsgruppen der Kinder und Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren, stellen die erwerbsfähigen Erwachsenen, also Personen zwischen 18 und 65 Jahren, mit einem Anteil von 67 Prozent den größten Anteil an der Berliner Bevölkerung. Gefolgt wird diese Gruppe von der der Senioren mit 18 Prozent. Das Schlusslicht in Berlin bildet die Gruppe der Kinder und Jugendlichen mit 15 Prozent. Der Anteil der unter 18-Jährigen liegt mit diesem Wert unter dem bundesdeutschen Durchschnitt von 18 Prozent.

Für die Verteilung der drei Bevölkerungsgruppen auf die Bezirke zeigen sich durchaus Unterschiede. Die Gruppe der Senioren ist in Friedrichshain-Kreuzberg mit ca. 10 Prozent vertreten, während sie in Treptow-Köpenick fast 25 Prozent ausmacht. Für die Kinder und Jugendlichen gilt: Im Vergleich zu den anderen Bezirken leben die meisten Kinder und Jugendlichen in Neukölln (17 Prozent) und die wenigsten in Charlottenburg-Wilmersdorf und Lichtenberg (jeweils 12 Prozent).


Abb. 2: Berliner Bevölkerungsgruppen nach Bezirken (2006) (in Prozent), Quelle: Berliner Familienbeirat

Der Trend zur Alterung der Berliner Bevölkerung wird sich weiter fortsetzen. Bis zum Jahr 2030 soll sich das Durchschnittsalter der Berliner/innen weiter erhöhen. Auch der Bevölkerungsanteil bei den Kindern und Jugendlichen im Alter unter 18 Jahren verringert sich um gut 10 Prozent. Im gleichen Zeitraum wird der Anteil der älteren Berliner/innen (ab 65 Jahre) von zurzeit 18 Prozent auf 25 Prozent steigen, dies entspricht einer Zunahme um fast 40 Prozent. Den stärksten Anstieg hat die Gruppe der über 75-Jährigen zu verzeichnen, ihre Zahl wird von 237.000 Tsd. auf rund 434.000 Personen steigen, was einen Anstieg von 83 Prozent bedeute. (Quelle: Bevölkerungsentwicklung in Berlin 2006-2030, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung)

zum Seitenanfang

Familienhaushalte

Zu Familien zählen im Folgenden alle Haushaltsgemeinschaften, in denen Kinder gleich welchen Alters leben. Der Anteil von Familienhaushalten an allen 1.930.300 Berliner Privathaushalten liegt bei 22 Prozent (Quelle: Mikrozensus 2006, Amt für Statistik Berlin Brandenburg). Das bedeutet, dass ungefähr in jedem fünften Haushalt in Berlin Kinder aufwachsen. In dem überwiegenden Teil, das heißt in 74 Prozent der Familienhaushalte leben Kinder unter 18 Jahren. Das sind in absoluten Zahlen 329.000 Haushalte mit minderjährigen Kindern von insgesamt 441.500 Familienhaushalten.

In Berlin lässt sich deutlich ein Trend zur Kleinfamilie erkennen. Von allen Berliner Familien mit Kindern unter 18 Jahren haben fast zwei Drittel nur ein Kind. Immerhin über ein Viertel der Familien haben zwei Kinder und in lediglich 9 Prozent der Familienhaushalte wachsen drei oder mehr Kinder auf.


Abb. 3: Berliner Familien mit Kindern unter 18 Jahren nach Anzahl der Kinder (2006), Quelle: Berliner Familienbeirat

Bezogen auf ganz Berlin leben damit durchschnittlich 1,5 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in den Familienhaushalten. Diese Zahl variiert mit den verschiedenen Bezirken der Stadt. Spitzenreiter ist Neukölln mit 1,9 Kindern pro Familie, Schlusslicht ist Lichtenberg mit einem statistischen Durchschnittswert von 1,2 Kindern pro Familie.


Abb. 4: Durchschnittliche Kinderzahl in den Berliner Familie mit Kindern unter 18 Jahren nach Bezirken (2006) Quelle: Berliner Familienbeirat


zum Seitenanfang

Ein relativ homogenes Bild ergibt sich, wenn man die Berliner Familien nach Alter des jüngsten Kindes betrachtet. Am häufigsten, das heißt in knapp ein Viertel der Familienhaushalte, finden sich Kind(er) unter 3 Jahren, gefolgt von der Gruppe der 10- bis unter 15-Jährigen mit 21 Prozent. Die geringste Kinderanzahl ist die der 3- bis unter 6-Jährigen mit rund 17 Prozent.


Abb. 5: Berliner Familien mit Kindern unter 18 Jahren nach Alter des jüngsten Kindes (2006), Quelle: Berliner Familienbeirat

Berlin weist einen hohen Anteil an Ein-Eltern-Familien auf. 33 Prozent aller Familien mit Kindern unter 18 Jahren bestehen aus Kindern und nur einem allein erziehenden Elternteil (meist der Mutter). In weiteren 15 Prozent aller Berliner Familien mit minderjährigen Kindern leben die Eltern als unverheiratete Lebensgemeinschaft zusammen. Nach wie vor den größten Anteil an allen Familien stellen jedoch verheiratete Eltern mit Kindern unter 18 Jahren (53 Prozent).

Zur finanziellen Situation lässt sich sagen: Ein Drittel aller Berliner Familien mit Kindern (unter 18. Jahren) verfügt nur über ein Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1.500 Euro im Monat. Das zweite Drittel der Berliner Familien kann auf ein Einkommen zwischen 1.500 und 2.600 Euro im Monat zurückgreifen und einem weiteren Drittel stehen mehr als 2.600 Euro im Monat zur Verfügung.

Unter Haushaltsnettoeinkommen wir die Summe sämtlicher Nettoeinkommen aller Haushaltsmitglieder verstanden. Die Haushaltsmitglieder können — im Unterschied zu den Familienmitgliedern — noch weitere, verwandte oder familienfremde Erwachsene umfassen (außer den Eltern), sofern sie zusammenleben und —wirtschaften.


Abb. 6: Monatliches Haushaltseinkommen von Berliner Familien mit Kindern unter 18 Jahren (2006) (in Prozent), Quelle: Berliner Familienbeirat

Familien mit jüngeren Kindern, also Familien mit mindestens einem Kind unter sechs Jahren, weisen häufiger ein Haushaltsnettoeinkommen unter 2.000 Euro und seltener ein Einkommen über 3.200 Euro im Monat auf als die Berliner Familien insgesamt.

Berliner/innen mit Migrationshintergrund
Damit übertrifft Berlin den bundesdeutschen Durchschnitt: Jede/r vierte Einwohner/in Berlins hat einen Migrationshintergrund (794,9 Tsd. Personen), während in der gesamten Bundesrepublik jede/r fünfte Einwohner/in einen Migrationshintergrund hat (15.300 Tsd. Personen).

Erläuterung zum Migrationshintergrund:

2006 wurden vom Statistischen Bundesamt erstmals Daten zur Kategorie „Migrationshintergrund“ veröffentlicht (Mikrozensus 2005). Bis dato wurden Zahlen zur bundesdeutschen Bevölkerung nur in der Unterscheidung Deutsche/r oder Ausländer/in anhand der Staatsbürgerschaft erhoben.
Ab 01. Januar 2009 sind alle öffentlichen Verwaltungen des Landes Berlins jedoch aufgefordert, in ihren Datenerhebungen die Kategorie „Personen mit Migrationshintergrund“ aufzunehmen, da die alleinige Kategorie „Ausländer/in“ der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland nicht mehr gerecht werde.

Zur Bevölkerungsgruppe mit Migrationshintergrund im weiteren Sinne werden nach der für das Jahr 2005 zu Grunde gelegten Definition:

  • Ausländer/innen,

  • (Spät)Aussiedler/innen (seit 1950 zugewandert) und

  • Eingebürgerte sowie

  • Kinder (auch erwachsene), von denen mind. ein Elternteil unter die oben aufgeführten Personengruppen fallen, erfasst.

Ab 2009 soll unter der Bevölkerungsgruppe mit Migrationshintergrund dann im engeren Sinne erfasst werden:
  • Ausländer/innen,

  • (Spät)Aussiedler/innen (seit 1950 zugewandert) und

  • Eingebürgerte sowie

  • Kinder (auch erwachsene), deren Eltern beide unter die oben aufgeführten Personengruppen fallen, wenn mindestens einer der beiden selbst zugewandert ist.

Vor allem die Ausformulierung des letzten Nebensatzes wird derzeit noch diskutiert.

Quelle: Bevölkerung mit Migrationshintergrund - Ergebnisse des Mikrozensus 2006 - Fachserie 1 Reihe 2.2 — 2006 (Glossar)


Es lassen sich nur geringe Geschlechterunterschiede in den Berliner Bevölkerungsgruppen der Ausländer bzw. der Deutschen mit und ohne Migrationshintergrund ausmachen. Frauen (78 Prozent) sind unter den Deutschen ohne Migrationshintergrund um 2 Prozentpunkte häufiger vertreten als Männer (76 Prozent). Bei den in Berlin lebenden Ausländer/innen ist es genau umgekehrt: Hier setzt sich die Gruppe aus einem Männeranteil von 14 Prozent und einem Frauenanteil von 12 Prozent zusammen. Die kleinste Gruppe der Deutschen mit Migrationshintergrund teilt sich gleichmäßig zwischen Männern und Frauen (jeweils 10 Prozent) auf.

Schaut man sich die Verteilung der Ausländer/innen und Deutschen mit und ohne Migrationshintergrund auf die Altersgruppen an, entsteht ein heterogeneres Bild. Liegt der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund (d.h. Ausländer/innen und Deutsche mit Migrationshintergrund) bei den 25- bis 65-Jährigen noch bei 23 Prozent, steigt dieser bei den 6- bis unter 18-Jährigen auf knapp 40 Prozent. Den höchsten Wert (43 Prozent) erreicht die Gruppe mit Migrationshintergrund bei den unter 6-Jährigen.


Abb.7: Berliner/innen nach Migrationshintergrund und Alter (2006) (in Prozent), Quelle: Berliner Familienbeirat

Doch auch ein differenzierter Blick auf die Anteile von Ausländer/innen und Deutschen mit Migrationshintergrund lohnt sich, denn der Anstieg der migrantischen Berliner/innen ist hauptsächlich durch den Anstieg der Deutschen mit Migrationshintergrund begründet. Bei den 25- bis 65-Jährigen liegt der Anteil dieser Gruppe noch bei unter 5 Prozent, während er bei den Kindern unter sechs Jahren auf 34 Prozent ansteigt. Die Kinder und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren haben in Berlin überproportional häufiger einen Migrationshintergrund als die älteren Berliner/innen.

Wo die Berliner/innen mit und ohne Migrationshintergrund leben, lässt sich der unten stehenden Abbildung entnehmen. So ist der Anteil der Berliner/innen mit Migrationshintergrund in Treptow-Köpenick mit unter 5 Prozent am geringsten. Der Stadtbezirk Mitte weist mit 43 Prozent den höchsten Migrant/innenanteil auf, gefolgt von Neukölln mit 34 Prozent. Die hohen Zahlen für Mitte erklären sich daraus, dass der Bezirk Mitte auch die Stadtteile Wedding und Tiergarten einschließt.


Abb. 8: Berliner/innen mit und ohne Migrationshintergrund nach Bezirken (2006) (in Prozent), Quelle: Berliner Familienbeirat

zum Seitenanfang


Benutzername
Passwort
Passwort vergessen?
Liste aller Teilnehmenden