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Schulsuche- soviel zeit und Kraft, die Eltern abverlangt wird.....
von Kreuzberger Mama 27.04.2010 | 22:58
Hier in Kreuzberg wird Eltern soviel Energie bei der Schulsuche geraubt....!
Denn von den vorhandenen Schulen sind nur einige so, dass man sein Kind dort gut und gerne hin schicken kann. Diese Schulen sind dann so heiß begehrt, dass es ein richtiger Zirkus werden kann, sein Kind gut unterzubringen.





Kommentar
Nicht nur in Kreuzberg
von Single-Dad-Berl in   |   28.04.2010 | 10:11
Dieses Theater hat man nicht nur in Kreuzberg. Ich finde es befremdlich, wenn manche Schulen sich mit Hochglanzprospekten wie sauer Bier anbieten...ist mir sehr suspekt.
Auch Internetportale sind wenig zuverlässig, da zwar viel negatives berichtet wird, weil die vielen Zufriedenen nichts in solche Portale reinschreiben.
Und was man vom Bezirk an Infos in die Hand gedrückt bekommt, ist wenig aussagekräftig.
Besser wäre hier eine Art Ranking...obwohl, wenn ich ehrlich sein soll, würde ich keiner Statistik Glauben schenken wollen, die ich nicht selbst gefälscht hätte...
Mögliche Verbesserungen?
von Moderation   |   28.04.2010 | 14:19
Hallo Kreuzberger Mama, Hallo Single-Dad-Berl in,

Könnten Sie sich zur Maßnahmen zur Verbesserung dieser Situation vorstellen? Welche Art von Informationen über Schulen wären hilfreich um eine passsende Wahl zu treffen?

MfG
B. Feil
(Moderation)
Verbesserungen
von Single-Dad-Berl in   |   28.04.2010 | 16:05
Da kommt es darauf an, worauf die Eltern Wert legen:
Neben der Fächerauswahl, wären erreichte Notendurchschnitte der letzten Jahre hilfreich. Manche Eltern wollen offen wissen, wie hoch der Ausländeranteil im Durchschnitt ist, ebenso eine Statistik der ausgefallenen Stunden des Vorjahres.
Daraus lassen sich verschiedene Rückschlüsse ziehen. Diese Info sollte man in eine Vergleichstabelle stellen, so ergäbe sich ein recht schneller Überblick.
Vielleicht sollten einige email-Adressen von Eltern dabei sein oder eine Art anonymes Bewertungsforum je Schule. Wobei hier wohl eine moderierte Form sein muss, da sonst aller möglicher Blödsinn geschrieben werden würde. Damit wäre jedoch eine gewisse Zensur möglich.
Da prallen verschiedene Elterninteressen aufeinander und es allen Recht zu machen, dürfte unmöglich sein.
Statistik
von iko   |   28.04.2010 | 16:37
Es gibt durchaus eine Menge Zahlenmaterial z.B. zur Lehrerausstattung und ndH-Anteilen der Schülerschaft vom Senat unter  Link
Das ist zwar kein Ranking und was man wissen will, wird nicht unbedingt auf dem Silbertablett präsentiert, aber in der Regel interessieren eh nur eine Handvoll Schulen in der Umgebung und die kann man durchaus vergleichen.
Was ist mit der Schule im Einzugsgebiet?
von ebbi   |   29.04.2010 | 12:04
ICh finde es mittlerweile befremdlich, was für einen Zirkus WIR als Eltern veranstalten...Anstatt die Schulen im Einzugsgebiet zu stärken, versuchen die Eltern ihr Kind unbedingt auf eine Schule zu schicken, in der der "NDH" Anteil nicht so hoch ist... Linker Rassismus im seiner reinsten Form!!! Ich muss gestehen, dass es mich vor zwei Jahren, als mein Sohn eingeschult werden sollte, auch in solch eine Vorzeigeschule gezogen hat. Mit Ach und Krach wurde mein Sohn dort aufgenommen... mit dem Ergebnis, dass er eine Lehrerin hat, die das Jül-Verfahren gänzlich ablehnt(dies merkt man dann leider auch an ihrer Unterrichtsgestaltung).Ich hatte mehrere Male die Gelegenheit, Aktionen in unserer Einzugsgebietschule beizuwohnen, die klasse waren und ich bin dort Lehrern begegnet, die so begeistert ihren Job ausüben, dass man es kaum faassen kann. Ich kann mittlerweile nur raten, sich die Einzugsgebietschulen genau anzuschauen und im Unterricht zu hospitieren. Eine Lehrkraft, die die Schüler für den Stoff begeistern kann und den Spaß am Lernen vermitteln kann, ist Gold wert! Zudem kommt es in den ersten Schuljahren vor allem auf die Eltern an. Schulen nach "NDH" Anteil auszusuchen, und das in Kreuzberger...verlogen,oder?
@ebbi
von Single-Dad-Berl in   |   30.04.2010 | 08:25
a) ich habe geschrieben: manche Eltern wollen offen den ndH Anteil wissen
b) wohne ich nicht in Kreuzberg
und
c) fühle ich mich nicht angesprochen. Und wenn dann immer gleich das Wort "Rassismus", wobei es mir am südlichen Ende vorbei geht, ob links oder rechts Rasissmus, einher geht, wenn sich der ein oder andere Bürger überfremdet fühlt, weil ganz tolle Integrationsarbeit in den letzten Jahrzehnten gemacht wurde, dann mag man bei richtigen Rassismus-Fragen gar nicht mehr hinhören, weil abgedroschen.
Interessant finde ich die Entwicklung, wie zum Beispiel in Lichterfelde, wo jede Schulbehörde jedes Jahr aufs neue aus den Wolken fällt, wenn es um Anmeldezahlen geht. Im kommenden Schuljahr sind alle Grundschulen bis unters Dach belegt und keiner konnte ahnen warum...also ich musste meine Kinder bei Geburt und Zuzug beim Einwohnermeldeamt melden. Doch diese Daten werden dann lieber für teuer Geld an Adressverlage verkauft, anstatt sie dorthin weiter zu geben, wo sie nützlich wären. Zum Beispiel an das Schulamt...
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von Beate Krusche   |   01.05.2010 | 11:54
ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nicht DIE Schule gibt und mir ist wichtiger, dass meine Kinder wohnortnahe Schule besuchen. Es gibt Schulen mit einem guten Profil, aber es kann dann auch sein, dass Kind und Schule nicht zusammenpassen. Das Engagement der einzelnen Lehrer und die Motivation der Kinder sind mir wichtiger als das Aushängeschild der Schule.
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von iko   |   03.05.2010 | 13:08
Ganz genau Frau Krusche, die Schule kann einen noch so guten Ruf und ein noch so tolles Profil haben, wenn der Lehrer, der meinem Kind konkret gegenübersteht unmotiviert, unfähig oder ausgebrannt ist hilft das alles nicht.

@ebbi
Meine Kinder besuchen eine Schule in Nord-Neukölln mit inzwischen knapp 80% ndH-Anteil und natürlich habe ich ein großes Interesse an diesen Zahlen und wie sie sich entwickeln. Der stetige Anstieg bereitet mir Sorge, weil ich die damit einhergehenden Probleme der Ghettoisierung hautnah erlebe. Bin ich deshalb Rassist? Wenn man vor lauter political correctness die Dinge nicht beim Namen nennt, wachsen derweil die Probleme weiter und uns allen wohl bald über den Kopf.
Meine Ideen habe ich hier im Forum bereits kundgetan:
 Link
und bin auch prompt von der Moderation zurechtgewiesen worden.

Aber nochmal zurück zum Ursprungsthema: Niemand ist gezwungen Zeit und Kraft in die Schulsuche zu investieren. Wenn mir aber etwas an meinen Kindern liegt tue ich das gern und bin froh, daß ich hier in Berlin ein so breit gefächertes Angebot habe.
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