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Fahrradwege
» Beteiligte
Helen74, Klaus Franken, Semi, Annama, glynt, Wendula Strube, hu.beis, emily_shoe, Familienglück, berlinradler, Lucie, JuSchu


» Kurzbeschreibung
Das Wiki erläutert die Problematik fehlender oder zu kurzer Fahrradwege in Berlin.


» Langfassung
Zu dem Thema Fahrradwege wurden folgende gute und schlechte Beispiele angeführt:

Positives Beispiel Schlossstraße:

Die Entscheidung, auf der Schlossstraße einen Fahrradweg einzurichten, wird sehr positiv aufgenommen, da dies mehr zur Verkehrssicherheit beitrüge. Früher wäre es auf der Schlossstraße lebensgefährlich gewesen, dort mit Kindern Fahrrad zu fahren.
Es wird auch darauf hingewiesen, dass Fahrradfahren nicht nur wegen der fehlenden Fahrradwege gefährlich sei, sondern auch aufgrund der Arroganz einiger Autofahrer.

Invalidenstraße: zu kurzer und einseitiger Fahrradweg

Auf der Invalidenstraße sei ein Fahrradweg vorhanden, der jedoch zu kurz und nur einseitig sei. Zudem sei der Abstand zu den fahrenden Autos zu gering, was ein Risiko für z.B. Schüler sei, die mit dem Fahrrad auf der Invalidenstraße in die Schule fahren.
Durch eine entsprechende weiße Markierung könne eine erste Verbesserung erreicht werden, bevor die Invalidenstraße zur einer straßenbahngerechten und fahrradgerechten Straße umgebaut wird. Ein gemeinsamer Fußgänger- und Radfahrerweg auf dem Bürgersteig könne eine geeignete Lösung sein.

Fehlende bzw. zugeparkte Fahrradwege:

Ein Teilnehmer bemängelt, dass beispielsweise auf der Haupt- und Potsdamerstraße keine Fahrradwege vorhanden seien. Anstatt dessen könne eine Busspur durch die Fahrradfahrer genutzt werden, die allerdings oft durch widerrechtlich parkende Autos versperrt sei. Die Ausweichmöglichkeit der Busspur würde generell als Ersatzfahrradweg verwendet und auch von Autofahrern als Parkstreifen genutzt.

Selbst wenn Fahrradwege vorhanden seien, würden sie von Autofahrern zugeparkt (z.B. Schlüterstraße in Charlottenburg, Schlossstraße Richtung Suarezstraße in Charlottenburg). Für die Suarezstraße wird das Einzeichnen von Fahrradspuren empfohlen, da auch hier, aufgrund in der zweite Reihe parkender Autos, auf die Straße ausgewichen werden müsse.

Fahrradweg Schlossbrücke:

Der Übergang an der Schlossbrücke (Uferweg am Schloss Charlottenburg), der von vielen Familien und Kindern frequentiert werde, könne besser und für Kinder sicherer gestaltet werden. Zudem sei der Zustand des Radweges katastrophal, was zur Folge habe, dass alle Fahrradfahrer auf dem Fußgängerweg fahren. Die Radwege können für beide Fahrtrichtungen geöffnet werden, da die Fahrradfahrer sowieso auf der falschen Seite in Richtung Zoo führen.

Friedrichshain:

Zu wenig Fahrradwege und viel Kopfsteinpflaster seien ein Grund dafür, dass Fahrradfahrer in Friedrichshain auf die Gehwege ausweichen, was wiederum zur Gefährdung der Fußgänger führe. Um den Verkehr in Friedrichshain besser zu regeln, sollen laut Teilnehmer Fußgänger und Radfahrer den Vorrang erhalten und der Autoverkehr in den Wohngegenden gedrosselt werden. Dies könne beispielsweise über eine „Rad-Tram-Straße“ in den Wohngebieten realisiert werden, indem die Straßen nur eingeschränkt für die Autos der Anwohner zugelassen werden. Zudem wird die Einführung eines Fahrradführerschein als Idee aufgeführt.
Die Unterführung in der Marktstraße (Übergang von Boxhagener Straße nach Lichtenberg-Süd) solle mit einem sicheren Radweg ausgestattet werden.
Mehrfach wird Kopenhagen als positives Vorbild aufgeführt, wo Radfahren im urbanen Raum angenehm sei, da die Radfahrer als Verkehrsteilnehmergruppe ernst genommen würden. Dort gäbe es auch keine plötzlich endenden, oder durch parkende Autos versperrte Radwege.

Verhalten
Kritisiert werden Fahrradfahrer u. a. auch von Fahrrad fahrenden Teilnehmern, die sich nicht an die Verkehrsregeln hielten und nicht wie die Autofahrer geahndet würden. Ergänzt wird die Meinung, dass auch Fahrradfahrer für Fehlverhalten mit Punkten in Flensburg und sogar einem Führerscheinentzug geahndet werden könne. Ein Nummernschild für Fahrradfahrer könne Abhilfe schaffen. Allerdings wäre die Einführung von Nummernschildern für Fahrradfahrer laut anderer Teilnehmer zu bürokratisch.

Als Grund für das Fehlverhalten von Fahrradfahren wird die Verkehrsplanung aufgeführt. Diese sei in erster Linie auf Autos ausgerichtet und nähme Fahrradfahrer als eigenständige Verkehrsteilnehmer nicht ernst, was wiederum dazu führe, dass sich Fahrradfahrer nicht verpflichtet fühlten, die Regeln einzuhalten. Zu einem besseren Verhalten können eigene Radfahrerspuren beitragen. Auch Abbiegespuren für Fahrradfahrer und eigene Ampeln können signalisieren, dass Verkehrsregeln auch für Radfahrer gelten.

Beidseitig vorhandene Radwege würden z.B. in der Buschallee in Weißensee nicht genutzt. Obwohl anstelle von vorherigen Parkplätzen auf beiden Straßenseiten Fahrradwege angebracht worden seien, würden die Fahrradfahrer den Gehweg nutzen und somit die Fußgänger gefährden. Dieses Problem könne mit Kontrollen und Geldbußen bei Verstößen in den Griff bekommen werden.

Die Teilnehmer kritisieren auch das Verhalten der Autofahrer, die z.B. Fahrradwege zuparken und mangels Personal nicht durch die Polizei geahndet würden.




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