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Örtliche Bildungsangebote
» Beteiligte
iko, Wolfgang Libera, Sandra, K. Schröder, Kiezabgeordnete Südwest, Kreuzberger Mama, Single-Dad-Berlin, Ebbi, Beate Krusche, sbkreuz, Logstoff


» Kurzbeschreibung
In diesem Wiki geht es um konkrete Hinweise und Vorschläge zu Bildungsangeboten in bestimmten Bezirken oder Stadtteilen.


» Langfassung
Allgemeine Informationslage verbessern:

Es werden mehr und bessere Informationen zu den Schulen gefordert, um sich ein umfassendes Bild zu machen - wie zum Beispiel:
- ein Ranking
- neben der Fächerauswahl auch Übersicht zu erreichten Notendurchschnitten der letzten Jahre
- durchschnittlicher Ausländeranteil
- Statistik der ausgefallenen Stunden des Vorjahrs
- Gesamten Informationen als Vergleichstabelle für den schnellen Überblick

Allerdings liefere der Senat eine Menge Zahlenmaterial z.B. zur Lehrerausstattung und ndH-Anteilen der Schülerschaft unter: http://www.berlin.de/sen/bildung/schulverzeichnis_und_portra ets/anwendung/


Wohnortnahe Schulen im Einzugsgebiet stärken:

Es wird vorgeschlagen, die Schulen im direkten Einzugsgebiet zu stärken und die Kinder nicht um jeden Preis auf die angeblich "besten" Schulen zu schicken. Dagegen hätten manche der Schulen im Einzugsgebiet erheblich mehr engagierte Lehrer und gute Angebote, dass sich die Hospitation lohne und eventuell ein ganz anderes Bild vermittele. Das Engagement der einzelnen Lehrer und die Motivation der Kinder sollten wichtiger sein als das Aushängeschild der Schule.

Bedingungen der Brennpunktschulen verbessern:

Es gäbe entgegen der allgemeinen Ansicht auch sehr gute Schulen in den "Brennpunkten". Sie zeichnen sich durch gute Schulleiter, engagierte Lehrer/innen und Erzieher/innen aus, die Freiraume mit schulischen Konzepten füllen (Montessori, etc...) Diese Schulen leben mit vielen nationalen Herkünften unter einem Dach. Jede Schule, die rein deutsch, rein arabisch, türkisch oder italienisch sei, und zugleich einseitig nur Familien im unteren Einkommens- und Bildungsniveau umfasse, sei jedoch zum Scheitern verurteilt. Es gehe gut zusammen mit Eltern, wenn dafür gesorgt wird, dass "Brennpunktschulen" mit genügend Personal und Konzepten "gute Schule" machen dürfen. Wer Eltern im "Brennpunktbereichen" vorschreiben wolle, welche Schule ihre Kinder besuchen, erreiche eine noch stärkere Separierung und verfehle eindeutig das "Klassenziel" eine lebbaren Stadt für alle
Die "Brennpunkt-Schulen" sollten vielmehr die besten Schulen der Stadt sein, was Betreuungsverhältnis, Ausstattung, Angebote etc. angeht - z.B. mit einem deutsch-englischen Zweig oder einem besonderen Musik-Zweig etc.

Beispiele vor Ort

Neukölln-Nord:
Die Schule in Neukölln-Nord braucht eine bessere Durchmischung von Kindern unterschiedlicher Herkunft, Einkommensklassen und Bildunsgrad, um gut zu funktionieren. Eine Klasse mit zu wenig bildungsnahen Kindern und Lernmitteln sei kaum beschulbar und auch von guten Lehrern nicht optimal zu betreuen. Lediglich Bildungsleuchttürme wie z.B. die Peter-Petersen-Schule haben es geschafft mit ihrem besonderen Profil genug bildungsnahe deutschsprachige Eltern anzulocken um eine gute Mischung ihrer Schülerschaft zu erreichen. Es werden mehr Beispiele dieser Art mit engagierten Lehrern und den visionären Schulleitern benötigt.
Neukölln wandele sich derzeit zum In-Bezirk. Die Straßen füllen sich mit Studenten und jungen gebildeten Menschen, ständig eröffnen neue Bars, Ateliers, Geschäfte. Wenn es gelingt, diese jungen Leute hier zu halten, wenn sie Kinder bekommen und Schulen suchen, wäre Neukölln sehr geholfen und die Gefahr einer Ghettoisierung reduziert.

Vorschläge dazu:
1. Einführung einer ndH / Lernmittelbefreiungs-Quote und Verteilung der bildungsfernen Schüler/innen über die ganze Stadt (wurde auch schon von Cem Özdemir vorgeschlagen).
2. Steigerung der Attraktivität von Brennpunktschulen, um Mittelschicht-Familien anzulocken. Die einzelnen Schulen sollten das entsprechend ihrer Stärken und ihres Umfeld selbst gestalten. Beispiele: Bei der Peter-Petersen-Schule ist es das Jenaplankonzept, Montessori und Waldorf, Hochbegabtenförderung am Albrecht-Dürer- und Ganztagsangebote am Albert-Schweitzer-Gymnasium, Zweisprachigkeit D-F an der Regenbogengrundschule.



Tempelhof:
In einer Tempelhofer Schule wurden 35 Schulanfänger für das nächste Schuljahr vom Schulamt abgelehnt, obwohl die Eltern die Grundschule selber wählen könnten. davon betroffen seien auch Kinder von alleinerziehenden Frauen, deren Geschwisterkinder bereits auf der Schule sind. Es sei nicht sehr familienfreundlich, wenn die Mutter nun ein Kind in der einen Schule hat und das andere in einer anderen einschulen muss.

Charlottenburg:
In Charlottenburg seien viele Schulen marode und in einem miesen baulichen Zustand, die Sitzmöbel uralt und unergonomisch. Infolge der Krankheit/Fortbildung/Vollversammlungen von Lehrern käme es zu Unterrichtsausfällen, die durch den Lehrermangel nicht kompensiert werden können. Die Musikschulen müssten aus Geldmangel ihre ohnehin schlecht bezahlten Lehrer entlassen.

Pankow:
In Pankw fehlen zu viele Lehrer und fällt zu viel Unterricht aus. Die Aushilfslehrer können die zahlreichen Ausfälle nicht kompensieren. Hier sei schnelles Handeln gefragt.

Kreuzberg:
In Kreuzberg erfordere die Schulsuche viel Energie, da von den vorhandenen Schulen sind nur einige gut und dementsprechend heiß begehrt seien, dass die Unterbringung des eigenen Kindes dort viel Kraft benötige.

Lichterfelde:
In Licfhterfelde fiele die Schulbehörde jedes Jahr aufs neue aus den Wolken fällt angesichts der Anmeldezahlen. Und so seien im kommenden Schuljahr alle Grundschulen bis unters Dach belegt, obwohl die daten beim Einwohnermeldeamt vorhanden seien. Hier wäre eine bessere Zusammenarbeit der Ämter hilfreich.
Die Zustände an der Mercatorschule oder der Giesensdorfer Schule seien trotz aller Integrationsmaßnahmen verbesserungswürdig.


Bessere länderübergreifende Zusammenarbeit in Randgebieten

Beispiel Kleinmachnow:
Mit dem Wechsel ihres Kindes auf die weiterführende Schule beginnt für viele Familien in Kleinmachnow ein Alptraum: das örtliche Angebot insbesondere an Gymnasialplätzen sei nach wie vor so begrenzt, dass nicht alle Schüler aufgenommen werden können. Der Weg in die Zehlendorfer Gymnasien sei offziel versperrt, so dass die Kinder mit dem Schulbus zu den Gymnasien die im erweiterten Umland und Potsdam ausweichen müssen.
Die Länderpolitik von Berlin und Brandenburg sollte sich stärker an den Bedürfnissen der Bürger ausrichten und auch für Kleinmachnower Schüler den Weg in die Berliner Schulen feigeben.

Laut BEA/GEV gäbe es durchaus die Möglichkeit, Kinder aus Brandenburg in Berliner Schulen aufzunehmen. Es sei eine Geldfrage, denn pro Schüler müsste das abgebende Land an das aufnehmende Land einen gewissen Beitrag bezahlen. Möglicherweise gibnt es beim GEV weitere Informationen.




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