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Was hat die Diskussion mit den Abgeordneten gebracht?
von Single-Dad-Berlin 12.05.2010 | 18:30
Ich lese zumindest für meinen Fall einen politischen Offenbarungseid heraus:
auf die Frage, warum die AV Wohnen Familien unter Druck setze, würde von der Grünen Abgeordneten zugegeben, dass man hier ohne bundespolitische Änderungen nichts machen könne.
Das bedeutet: der politische Offenbarungseid wird auf dem Rücken kinderreicher Familien ausgetragen. Es wird also weiterhin von einer 5 Köpfigen Familie verlangt werden können, ihre Mietkosten auf 705 € warm zu senken. Suchen Sie spasshalber nach einer solchen Wohnung für 5 Personen in Steglitz im Internet...
Es bestehen also für Hartz IV beziehende Familien folgende Optionen:
1.) Einsparen der Differenz zur tatsächlichen Warmmiete vom Regelsatz und somit von der täglichen Regelleistung
2.) Anhäufen von Mietschulden bis man sich bis zum Sozialgericht durchgeklagt hat, obwohl ein Urteil vom SG Berlin seit 17.02.09 vorliegt (Klageweg dauerte über 2 Jahre). Somit ist man vermutlich obdachlos, denn in Berlin bekommt man ohne Vorlage einer Mietschuldenfreiheitsbescheinigung des Vormieters keine Wohnung.
3.) Man findet Arbeit, um aus Hartz IV herauszukommen. Selten genug der Fall, den um aus Hartz IV herauszukommen, benötigt man bei 3 Kindern ein Nettoeinkommen von etwa 1680 €, was in etwa bei Steuerklasse I 3.000 € brutto bedeutet.
4.) Umzug nach Marzahn oder Hellersdorf in die Hartz IV Ghettos ehemals ostdeutscher Plattenbauidylle (nach meinen Recherchen gibt es in Steglitz keinen Wohnraum zu diesem Preis). Wie schon erwähnt....Stacheldraht herum, ein paar Schäferhunde und Schirmmützen dazu...

So also sieht die Familienfreundlichkeit der Berliner Politik aus, wenn man unverschuldet arbeitslos wird.....
Aber immer alles schön reden. Ich würde als Journalist hier die Politik bloß stellen...
Kasperle-Theater




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