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Die ideale Schule
von Beate Krusche 07.05.2010 | 23:11
....eine gute Schule kann entstehen, wenn Lehrer, Eltern und Kinder die Entwicklung ihrer Schule selbst in die Hand nehmmen...........

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Kommentar
Ideale Schule
von Moderation   |   10.05.2010 | 13:24
Hallo Beate Krusche,

wie kann eine solche Zusammenarbeit aussehen und was könnte sie bewirken?
Haben Sie ein Beispiel für uns, wo dieses Vorgehen geholfen hat?

Viele Grüße,
B. Hohberg (Moderation)
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von Beate Krusche   |   11.05.2010 | 21:40
schauen Sie nach Finnland! Dort ziehen Lehrer und Eltern an einem Strang. Normalgroße Klassen mit zusätzlichem Personal sind der eine Tipp, Transparenz und Experten, die in die Schulen kommen, der andere.
Viele Grüße,
Beate Krusche
Liebe Beate..
von ebbi   |   12.05.2010 | 11:22
Sie sprechen mir aus der Seele. Vor allem "Transparenz" ist das Zauberwort. Vieles, was in der Schule gemacht wird, bekommen wir nur rein zufällig mit. Mir kommt die Schule meines Kindes immer mehr wie eine "black box"vor:)
In der Klasse meines Kindes ist es so:
Die Lehrerin und der Erzieher wälzen etwaige Probleme unter den Kindern auf die Eltern ab und fühlen sich somit -kurzzeitig zumindest- entlastet. Elternarbeit beschränkt sich in den Augen der Klasenlehrerin auf Brötchenschmieren zu Fasching. Entweder werden meine Sorgen klein geredet oder aufgebauscht(" Passen Sie bloß auf,Hochbegabte haben eine hohe Suizidrate!")

Nein, ich bin wirklich nicht zufrieden.Und frage mich: Was kann mein BEitrag sein für "eine gute Schule"?

In diesem Sinne: Ich wünsche mir eine Schule, an der den Kindern das Lernen nicht vergällt wird. Soziale Kompetenzen sollten besonders geschult und belohnt werden.Sport und Musik sollten nicht ständig unter den Tisch fallen. Auch wünsche ich mir, dass der Lehrerberuf wieder mehr Ansehen in unserer Gesellschaft geniesst und das viele LehrerInnen, die überfordert sind, dies auch zugeben können und sich Hilfe holen, sei es auch nur in Form einer guten Co-Kraft. Und zu guter Letzt wünsche ich mir eine SozialarbeiterIn/PsychologIn für jede Grundschule.

Ein fröhliches,respektvolles und (meistens)harmonisches Miteinander, ausgestattet mit guten finanziellen Mitteln und engagierten LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern: Die ideale Schule!
Elternarbeit / Zusammenarbeit mit Lehrern
von Moderation   |   12.05.2010 | 11:30
Hallo ebbi,

inwiefern könnte Ihrer Meinung nach eine bessere Zusammenarbeit der Lehrer und Eltern ermöglicht werden?
Was gehört für Sie an Aufgaben für die Elternarbeit dazu? Was können auch die Lehrer dazubeitragen, dass die Zusammenarbeit sich zu Gunsten aller Beteiligten verbessert?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)
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von Beate Krusche   |   12.05.2010 | 16:05
es kann nur funktionieren, wenn beide Seiten offen füreinander sind. Das kann man aber leider nicht erzwingen. Ich kenne Lehrer, die wollen sich "nicht in die Karten" schauen lassen und es gibt Eltern, die verharmlosen ihre Erziehungsprobleme zuhause. Der eigentliche Lehrauftrag hat sich zu Lasten des Erziehungsauftrags ins Ungleichgewicht verschoben. Lehrer leisten viel mehr Erziehungsarbeit als vorgesehen. Die gegenseitige Schuldzuschiebung ist vorhanden, aber sie bringt ja nichts. An der Schule, an der ich unterrichte, praktizieren wir es so, dass bei Problemfällen alle Kollegen, die das Kind betreuen, auch im Nachmittagsbereich, an einen sogenannten "Runden Tisch" kommen. Es wird deutlich, dass Eltern und Lehrer an einem Strang ziehen. Das Prinzip ist klasse. Ich habe es auch mehrmals angewendet, aber es funktioniert nur bei vorhandener Bereitschaft und Offenheit. Wenn ich bei einem Kind nicht mehr weiter weiß, hole ich mir die Hilfe der Kollegen und beziehe auch die Eltern mit ein. Das ist aber eine Persönlichkeitssache. Es gibt immer Menschen, die ihr "Süppchen" lieber allein kochen, dabei ist es viel einfacher, alle Karten offenzulegen. Bei meinen eigenen drei Kindern praktiziere ich es so, dass ich die Schulen über Veränderungen informiere und auch offen sagen kann, dass ich nicht alles im Griff habe und die Unterstützung der Schule brauche. Mir hat dieser Weg viele Türen geöffnet und ich sehe in den meisten Lehrern und Tutoren meiner Kinder gute Wegbegleiter. Meine Einstellung ist es auch, dass ich für Eltern und Kinder jederzeit erreichbar bin. Emailadresse und Handynummer haben die Eltern und die Kinder. Anrufe kommen selten (ich höre manchmal von der Angst der Kollegen, zu oft in der Freizeit angerufen zu werden und Schule und Privatleben trennen zu wollen), die meisten Informationen, außerhalb des Schulbetriebs werden über Email eingeholt oder abgegeben.

Zu wenig Musikunterricht in den Schulen kann man nur mit Privatunterricht ausgleichen. In der Grundschule ist in Niedersachsen eine Stunde Musik vorgesehen, die oft auch noch fachfremd unterrichtet wird. Ein echtes Dilemma!!!
Solange aber nicht mehr Lehrerstunden freigegeben werden und immer wieder vertreten werden muss, wird sich daran nichts ändern. Ich habe als Musiklehrerin noch die Möglichkeit, andere Fächer mit Musik zu verknüpfen, aber auch das geht nicht immer. Ich würde die Blickrichtung gerne nach Ungarn lenken. Dort hat Musik einen ganz anderen Stellenwert an den Schulen. Stichworte sind Zoltan Kodály und Solmisation.
Viele Grüße,
Beate Krusche
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von Mieke Senftleben   |   12.05.2010 | 16:39
Sehr geehrte Frau Krusche -
Sie sprechen mir aus der Seele - gnau dann entsteht eine gute Schule - wenn sie mehr Verantwortung erhält! Leider versteht die Berliner Verwaltung davon gar nichts!
herzliche Grüße Mieke Senftleben MdA
zu Details
von Moderation   |   12.05.2010 | 18:59
Hallo Mieke Senftleben,
hallo Beate Krusche,
hallo ebbi,

sehen Sie eine Möglichkeit, Ihre Vorstellungen in einer Schule umzusetzen und mögliches Vorbild für weitere Schulen in Berlin zu sein? Oder kennen Sie bereits eine Schule, die ähnliche Ansätze hat und Ihre Vorstellungen teilt?

In wie weit können Sie, Mieke Senftleben, durch Ihre Position als MdA den Weg zur "guten Schule" bahnen und die Umsetzung der diskutierten Ideen vorantreiben?

Viele Grüße
D. Rütschle (Moderation)
Details
von Beate Krusche   |   12.05.2010 | 19:25
Liebe Moderatoren,
ich könnte mir den Weg über eine "Ausschreibung" vorstellen. Es müssten Kriterien erarbeitet (die sind im Grunde ja schon bekannt) werden und die Schulen könnten sich bewerben, ein "Ideale Schule"- Profil zu erlangen.
Ohne politischen Beistand kann ich mir das Ganze aber nicht vorstellen.
Herzliche Grüße,
Beate Krusche
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