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Verlagerung KJGD-Stelle Stettiner Straße Wedding
von Dr. Möllering 04.05.2010 | 18:57
Ich bin seit 17 Jahren niedergelassener Kinder- und Jugendarzt im Wedding. Jetzt erfahre ich, dass eine kiez- u. bürgernahe Einrichtung zur Erhaltung des Kindswohles an eine völlig andere Stelle verlagert werden soll, alles unter dem Deckmantel: wir müssen sparen. Nach Rückfrage beim Bezirksbürgermeister und beim Verwaltungsleiter des KJGD-Mitte konnte oder wollte mir niemand sagen, wie hoch das Einsparpotential ist. Hier wird auf dem Rücken der Sozialschwächsten eine nicht zu verantwortende Politik betrieben, mit der ich als sozial engagierter Kinderarzt nicht einverstanden sein kann!!!!




Kommentar
Verlagerung
von Moderation   |   04.05.2010 | 20:42
Hallo Dr. Möllering,

wohin soll die KJGD-Stelle verlegt werden? Handelt es sich dabei um eine Zusammenlegung?
Vielleicht mögen Sie uns noch ein bisschen mehr über dieses Thema erzählen?

Viele Grüße,
B. Hohberg (Moderation)
Verlagerung KJGD, Ergänzung
von Dr. Möllering   |   05.05.2010 | 08:38
Die Abteilung soll in die Reinickendorfer Straße 60 a verlagert werden, kinderreiche Familien werden gezwungen mit teilweise 4-6 Kindern die öffentl. Verkehrsmittel zu benutzen, incl. umsteigen an dem U-Bahnhof Osloer Straße.Die Mütter, die eine kiez- und bürgernahe Betreuung brauchen und gewohnt sind, werden diese Wege nicht gehen/fahren! Seit ca 40 jahren bestehende Wege/Gewohnheiten sollen ohne irgendeine Notwendigkeit auf dem Rücken der sozial Schwächsten geändert werden!
In einem Paper vom Bezirksamt Mitte "Gesundheitsziele für Berlin-Mitte", Vorlage für die Sitzung des Arbeitskreises "Gesunder Bezirk" Mitte am 26.4.2010 -also hochaktuell - heißt es unter Ziel 1: "Gesundes Aufwachsen der Kinder in Mitte unterstützen Teilziele 1.1: der Bezirk unterstützt die ansässigen sozialen, Familien-, Jugend- und Bildungseinrichtungen bei der Implementation von Maßnahmen, die auf die Bearbeitung der in den Gesundheitszielen benannten Themen gerichtet sind" weiter heißt es unter Ziel 4.1: das Netz präventiver Maßnahmen in den frühen Phasen der Kindheit in Form von - insbesondere auch niedrigschwelligen und aufsuchenden - Angeboten der Beratung, Unterstützung, Vermittlung sowie der Entwicklung von Erziehungskompetenzen wird erfasst. Die Schließung von Lücken darin wird systematisch verfolgt".
Wie kann ein Bezirk der diese Ziele hat, eine Einrichtung, die diese Ziele schon seit Jahren verwirklicht, einfach schließen? Lücken werden hier nicht geschlossen - wie in Pkt.4.1 gefordert - sondern aufgerissen.

Ich versuche ca. gegen 10.00 Uhr "Online" zu sein, qwas allerdings bei einem laufenden Praxisbetrieb sehr schwer zu realisieren ist!
Mit freundlichen Grüßen

C. Möllering
KJGD Stelle
von sbkreuz   |   15.05.2010 | 19:35
Liebe Frau Dr. Möllering,
Sie haben schlichtweg Recht - manchmal fragt man/frau sich, wer/wie solch absurde Ideen gefasst hat und wie diese umgesetzt werden können. Ich hoffe sie finden (ein Jahr vor den Abgeordentenhauswahlen) Gehör bei den "Verantwortlichen".
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