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Zuweisung von Schulen im Brennpunkt - Elternwünsche ernst nehmen
von sbkreuz 15.05.2010 | 17:50
Es kann nicht sein, dass Eltern im Innenstadtbereich sich mit unsäglicher Mühe und Tricks, den "akzeptablen" Schulplatz für ihre Kinder "ergaunern" müssen, weil die Schulpolitik der Ansicht ist, wer im Innenstadtbereich/Brennpunkt lebt, soll auch die gänze Härte der sozialen Probleme mit der 'schulischen Karriere' seiner Kinder ausbaden. Schon unser Regierender Bürgermeister hat ja vor Jahren erkannt, dass 'er seine Kinder auch nüsch' in Kreuzberg zur Schule schicken würde'. Seine Einschätzung ist im übrigen falsch, es gibt auch sehr gute Schulen in den "Brennpunkten". Sie zeichnen sich durch gute Schulleiter, engagierte Lehrer/innen und Erzieher/innen aus, die Freiraume mit schulischen Konzepten füllen (Montessori, etc...) Diese Schulen leben mit vielen nationalen Herkünften unter einem Dach - mit Betonung auf "vielen".Jede Schule, die rein deutsch, rein arabisch, türkisch oder italienisch ist, und zugleich einseitig nur Familien im unteren Einkommens- und Bildungsniveau umfasst, wird scheitern. Wenn die Politik aus Arroganz Eltern aber zu scheinbar "politisch korrektem Handeln" zwingen will, geht das ganz übel schief. Es geht gut zusammen mit Eltern, wenn dafür gesorgt wird, dass "Brennpunktschulen" mit genügend Personal und Konzepten "gute Schule" machen dürfen. Wer - wie es jetzt noch üblich ist - Eltern im "Brennpunktbereichen" vorschreiben will, welche Schule ihre Kinder besuchen, erreicht eine noch stärkere Separierung und verfehlt eindeutig das "Klassenziel":Eine lebbare Stadt für alle - auch im Innenstadtberreich: nicht nur für Schwule, Singels, Reiche und (mangels Alternative) arme Familen - sondern auch für "normale" Familien...




Kommentar
Schulen im Brennpunkt
von Moderation   |   17.05.2010 | 08:56
Hallo sbkreuz,

was würden Sie sich in dieser Hinsicht wünschen? Welche Unterstützung ist Ihrer Meinung nach hier notwendig?

Viele Grüße,
B. Hohberg (Moderation)
Zumutung
von Logstoff   |   17.05.2010 | 13:23
Ich kann das nur unterstreichen. Die Lösung ist schwierig, hätte aber bereits vor 10 Jahren angegangen werden müssen: Im Grunde müssen die "Brennpunkt-Schulen" die besten Schulen der Stadt sein, was Betreuungsverhältnis, Ausstattung, Angebote etc. angeht - wie wäre es z.B. mit einem dt.-englischen Zweig in jeder Brennpunkt-Schule? Oder einen besonderen Musik-Zweig o.ä. Bis das nicht erreicht ist, müssten wenigstens die organisatorischen Rahmenbedingungen verändert werden, damit Eltern nicht erst in den Osterferien (bei Widerspruch und Klage erst später) erfahren, in welche Schule ihr Kind nun gehen soll.
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