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Endlich Anerkennung
von gärtner4 15.05.2010 | 13:30
An dieser Stelle möchte ich mir endlich einmal Luft machen über die mangelnde Anerkennung gegenüber Müttern, oder auch Vätern, die sich entschließen, ihre kinder in den ertsten drei Lebensjahren zu Hause zu betreuen.
Wir haben vier Kinder im Alter von 14 bis 5 Jahren und ich bin als Mutter doch tatsächlich nicht berufstätig, obwohl ich ein abgeschlossenes Studium vorweiesen kann. Immer wieder höre oder lese ich, dass unsere Lebensform ja durchaus in Ordnung sei."Wenn ihr euch das leisten könnt!" Aber wir können uns das eigentlich nicht leisen und tun es trotzdem.Bei einem Alleinverdiener und vier Kindern sind Einschränkungen natürlich unvermeidbar und diese nehmen wir auch meistens gerne in Kauf. Auf der anderen Seite kann es nicht sein, dass, wenn eine Frau zu Hause bleibt das schon fast als überflüssiger Luxus angesehen wird. Das was ich als Erzieherin, Köchin, Putzfrau, Krankenschwesteru.s.w. leiste wird einfach abgetan.Insbesondere in den ersten zwei Lebensjahren ist eine "Fremdbetreung" eher schädlich als förderlich. Erst zu Beginn des dritten Lebensjahres fangen Spielkameraden an interresant zu werden. Diesem Bedürfniss kann durch Spielplatzbesuche oder Mutter-Kind-Gruppen nachgekommen werden. Ich rede hier nicht von Müttern, die ihre Kleinkider vor dem Fernseher "parken" und nichts mit ihnen anzufangen wissen. In diesen Fällen ist sicher eine Tagesmutter von Vorteil. Unsere kinder sind übrigens erst mit 3 1/2 Jahren das erste Mal in die KIita gegangen und hatten keinerlei Defizite!.Ich möchte mich hier bestimmt nicht als "Supermutti" aufspielen. Ich mache auch Fehler wie jeder andere in seinem Beruf, aber ich fordere günstigere Anrechnung der Erziehungszeiten bei der Rentenberechnung und eine Art "Hausfrauengehalt" so altbacken der Begriff auch klingen mag. Desweiteren bin ich schon gespannt inwieweit meine bisherige Tätigkeit bei meinen künftigen Bewerbungen um eine Halbtagsstellung von Vorteil ist.Übrigens tauchte bei ihren Fragen über den Beruf auch nicht Hausfrau auf und ich war gezwungen mich unter "Sonstiges" einzutragen. Viele Grüße von einer zunehmend frustrierten Hausfrau oder besser Fmilienmanagerin?




Kommentar
Ich habe das auch so gemacht, weil jedeR heutzutage weiß, dass es rein von der Psyche her besser ist, das Kind rund drei Jahre lang selbst zu betreuen. So kann sich z. B. das Band zwischen Mutter und Kind festigen und Verlustängste kommen nicht auf. Ich sehe jetzt, dass ich richtig gehandelt habe, denn meine Kinder sind anders, als andere Kinder. Viel ruhiger, lebensfroher, fleißiger, ausgeglichener und das trotz unserer großen Lebenskrise, der Trennung von uns Eltern. Mein Ältester ist 13 und kommt gut mit den Umständen zurecht, der Jüngste ist sieben und wir haben erst die Trennung vollzogen, als er gefestigt in der Schule war, auch er zeigt keinerlei Veränderungen in seinem Verhalten. Unsere Tochter auch nicht.

Nun zum Beruf. Ich bin seit 2005 auf der Suche nach einem guten Job, aber aufgrund meiner langjährigen Ausfallzeit habe ich es viel schwerer, als ich dachte. Inzwischen ist es mir egal und ich suche Arbeit so gut ich kann, aber in meinem Beruf. Am Anfang hat mich das fast verrückt gemacht, mit was man mich abspeisen wollte. Da ich auch nicht mehr jünger werde, sehe ich die Dinge gelassener, der Arbeitsmarkt ist knapp, ich werde anscheinend nicht gebraucht und kapituliere. Wenn Tüchtigkeit nicht gebraucht wird, ist es eben ihr Fehler, an meinem Potential vorbeizugehen. Kopf hoch und Sie haben es richtig und voll gut gemacht. Sie werden sehen, in spätestens 10 - 15 Jahren werden wir die GewinneRinnen sein, weil der Rest der Republik Tabletten braucht, unsere Kinder nicht!
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von Beate Krusche   |   16.05.2010 | 14:37
ich würde das nicht so verallgemeinern. Es gibt auch Mütter, die keine andere Wahl haben als recht schnell wieder zu arbeiten. Ich würde weder die eine noch die andere Situation als ausschließlich gut oder schlecht werten. Entscheidend ist für mich nicht die Zeit, die ich MIT meinen Kindern verbringe, sondern WIE ich sie mit ihnen verbringe.
@ Frau Krusche
von Wendula Strube   |   17.05.2010 | 08:13
Jede Frau hat die Wahl, sie muss nur verzichten können. Meine Wahl hat mich um ca. 100.000,00 EUR gebracht, die ich hätte verdienen können, wenn ich die Zeit mit dem Arbeitsplatz, anstelle mit meinen Kindern verbracht hätte. Und es ist immer besser, dass die Mutter selbst das Kind in den ersten drei Jahren betreut. Sicherlich gibt es Gründe, um sich rechtfertigen zu können, tun sie es, aber erkennen Sie bitte auch die absolut positive Seite, die sie nämlich in ihrer Rechtfertigung ihrer Wahl, völlig außen vor ließen. Ich bewundere jede Frau, die ihre Kinder in den ersten Jahren vollständig begleitet, das ist das natürlichste auf der Welt und die Natur ist immer das Beste.

Frau Gärtner4 hat es richtig toll gemacht!!! Davon braucht unser Land viel mehr Mütter, nicht die Frauen, die gleich nach der Nabelschnurdurchtrennung ihren Säugling von anderen bewachen und links liegen lassen. Eine Krippe oder Amme kann niemals die Mutter ersetzen, nie!
@Gärtner4 und Wendula Strube
von iko   |   17.05.2010 | 12:39
Wenn Sie glücklich mit Ihren Kindern zu Hause sitzen und auf das zweite Gehalt verzichten können - Herzlichen Glückwunsch. Wenn alle Beteiligten zufrieden sind, war es wohl die richtige Entscheidung.

Ich habe mich anders entscheiden, weil mir mein Beruf wichtig ist, weil ich gern Mutter aber extrem ungern Hausfrau bin, weil ein Gehalt bei uns nicht reicht. Ich kann mir für mich kein Hausfrauendasein vorstellen, aber ich akzeptiere Ihre Entscheidung. Genauso erwarte ich auch mit meiner Entscheidung akzeptiert zu werden, denn es ist anmaßend den eigenen Weg als Alleinseligmachenden zu propagieren. Dieser Kleinkrieg zwischen Glucken und Rabenmüttern bringt niemanden weiter. Beide Gruppen produzieren großartige wie auch miratene Kinder und über die prozentuale Verteilung gibt es keinerlei eindeutige wissenschaftliche Erkenntnisse.

Wenn Ihnen Anerkennung fehlt sollten Sie sich vielleicht besser einen Job suchen, anstatt auf Frauen die bereits einen haben verbal einzudreschen.

@ Liebe Frau Iko
von Wendula Strube   |   17.05.2010 | 13:29
Ihre Reaktion zeigt mir, dass Sie scheinbar sehr unzufrieden mit ihrem gewählten Weg sind. Sie dreschen auf Frauen ein, die einen anderen und den natürlicheren Weg gegangen sind, nicht umgedreht. Jede hat die Wahl, aber bitte anerkennen Sie auch den der Frauen, die sich in erster Linie um ihre Kinder und in zweiter um den Job kümmern. Fahren Sie doch ihren Chef oder Kindesvater so scharf an, der wird ihnen dann helfen, aber nicht ihnen völlig fremde Personen.
bitte sachlich bleiben!
von Moderation   |   17.05.2010 | 13:43
Liebe Teilnehmerinnen,

ich möchte Sie alle bitten, nicht aufeinander "einzudreschen", sondern sachlich zu bleiben und sich auf die Argumente zu konzentrieren.

Viele Grüße,
B. Hohberg (Moderation)
@ Liebe Moderation
von Wendula Strube   |   17.05.2010 | 13:59
Dem stimme ich absolut zu.
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